Der Österreichische Fußball-Bund (ÖFB) und der ukrainische Fußballverband haben ein bedeutendes Memorandum zur Zusammenarbeit unterzeichnet, das die Unterstützung ukrainischer Sportler inmitten des russischen Angriffskriegs sicherstellen soll. Diese Unterzeichnung fand am Donnerstag im Haus des Sports in Wien statt und wurde von ÖFB-Aufsichtsratschef Josef Pröll und dem Präsidenten des ukrainischen Verbands, Andriy Shevchenko, vollzogen. In Zeiten, in denen der Fußball in der Ukraine erheblich unter Druck steht, stellt die Vereinbarung einen strategischen Schritt zur Förderung des Sports im Land dar. Laola1 berichtet, dass die Kooperation ukrainischen Sportlern und Coaches Trainingsmöglichkeiten in Österreich bieten wird, während genauere Details zur Zusammenarbeit noch in Arbeit sind.
Shevchenko betonte die zentrale Rolle, die der Fußball in Krisenzeiten für die Ukraine spielt. Die Herausforderung bleibt jedoch groß; trotz der Fortsetzung des Fußballbetriebs in der Ukraine gibt es erhebliche Einschränkungen. So muss das ukrainische Nationalteam seine Spiele außerhalb des Landes austragen, und die Zuschauerzahlen sind limitiert. Dies ist eine notwendige Maßnahme, um die Sicherheit der Fans in Zeiten anhaltender Kampfhandlungen zu gewährleisten. Shevchenko äußerte den Wunsch nach einer Rückkehr zu Heimspielen für die Nationalmannschaft, die derzeit de facto nicht möglich ist, wie auch Heute berichtet.
Solidarität und Unterstützung in Krisenzeiten
Sportminister Andreas Babler bezeichnete das Memorandum als ein politisches und humanitäres Signal, das die Solidarität Österreichs mit der Ukraine in der aktuellen Kriegszeit unterstreicht. Babler bemerkte, dass der Fußball ein wichtiges Mittel ist, um Hoffnung und Ablenkung während des Krieges zu bieten. Andriy Shevchenko, der auch den Beginn des Krieges als den schlimmsten Tag im Leben der Ukrainer bezeichnete, sieht in der Fortführung des Fußballs eine Möglichkeit, den Menschen in der Ukraine eine Perspektive zu geben.
Die Auswirkungen des Krieges auf den Sport sind jedoch gravierend. Tagesschau berichtet, dass eine besorgniserregend niedrige Anzahl von nur etwa 5% der Ukrainer derzeit aktiv Sport treibt, während es in Europa mehr als 60% sind. Diese Zahl verdeutlicht die Herausforderungen, vor denen Sportler und Trainer in der Ukraine stehen. Über 500 Sporteinrichtungen wurden durch den Krieg beschädigt oder zerstört, was die Situation zusätzlich verschärft. Vereine wie Lokomotyv Kyiv, der über 700 Jugendliche trainiert, kämpfen darum, Trainingsmöglichkeiten zu bieten, selbst unter den schwierigsten Bedingungen.
Obwohl der Krieg fortdauernde Herausforderungen mit sich bringt, zeigt sich auch eine große Entschlossenheit unter den ukrainischen Sportlern. Trainer wie Oleksandr Tschernetsky arbeiten unermüdlich, um den Kindern Freude und Ablenkung durch Fußball zu ermöglichen. Andriy Shevchenko kündigte zudem die Gründung der „League of the Mighty“ an, die Menschen mit Gliedmaßenverlust einen Platz im Fußball bieten soll, und damit die Bedeutung des Sports für die ukrainische Gesellschaft unterstreicht. Trotz ständiger Bombenalarme und gefährlichen Bedingungen bleibt die Hoffnung auf eine sportliche Rückkehr zur Normalität stark.