Am 6. Jänner 2026 kam es kurz nach Mitternacht zu einem tragischen Vorfall auf einem Campingplatz in Sierning, Bezirk Steyr-Land. Ein Wohnwagen mit Anbau geriet in Vollbrand, als eine 65-jährige Bewohnerin durch das knisternde Geräusch des Feuers aus dem Schlaf geweckt wurde. Zu diesem Zeitpunkt war die Decke des Wohnwagens bereits in Flammen.
Die Frau setzte umgehend einen Notruf ab, bevor sie aus einem Fenster sprang, um aus der lebensbedrohlichen Situation zu entkommen. Bei diesem Sprung zog sie sich erhebliche Brandverletzungen zu. Die Rettungskräfte kamen schnell zur Hilfe, leisteten Erstversorgung und transportierten die Frau mit einem Rettungshubschrauber in eine Wiener Spezialklinik für Brandverletzungen.
Feuerlöschen und Einsatzkräfte
Die Feuerwehr war mit mehreren Kräften im Einsatz, um den Brand zu bekämpfen. Das Feuer konnte jedoch erst gegen 2 Uhr vollständig gelöscht werden, nachdem der Wohnwagen und der Anbau bereits vollständig ausgebrannt waren. Die Ursache des Brandes ist derzeit unklar und wird weiterhin untersucht, während eine detaillierte Analyse der Situation erforderlich ist, um ähnliche Vorfälle in Zukunft zu verhindern.
Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich am Samstagabend auf einem Campingplatz in Hagen am Harkortsee. Dort bemerkten zahlreiche Anrufer gegen 20.30 Uhr ein Feuer, das sich von einem Wohnwagen auf zwei angrenzende Wohnwagen ausbreitete. Die Feuerwehr musste ihre Alarmstufe erhöhen, da auch weitere Wohnwagen bedroht waren. Rund 40 Einsatzkräfte von Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr waren im Einsatz. Dank der rechtzeitigen Bergung und Kühlung mehrerer Gasflaschen konnte eine Explosion verhindert werden. Die Brandursache wird ebenfalls von Fachleuten ermittelt.
Brandschutzempfehlungen für Campingplätze
Angesichts dieser Vorfälle ist es wichtig, auf den Brandschutz auf Campingplätzen aufmerksam zu machen. Laut Camping Impulse sind umfassende Sicherheitsvorkehrungen unerlässlich. Dazu gehören die Bereitstellung von Feuerlöschern, das Vorhandensein von gekennzeichneten Fluchtwegen sowie eine regelmäßige Wartung der Brandmeldeanlagen. Ein gut durchdachtes Brandschutzkonzept kann nicht nur Brände verhindern, sondern auch zur Schadensbegrenzung beitragen.
Ferner sollten alle Beschäftigten in Campingbetrieben als Brandschutzhelfer ausgebildet werden, um im Notfall schnell und effektiv reagieren zu können. Die Umsetzung und Dokumentation dieser Maßnahmen sind entscheidend, um die Sicherheit der Camper zu gewährleisten und das Risiko von Bränden auf dem Gelände zu minimieren.