Am 5. Februar 2026 hat Clemens Millauer bei seinen dritten Olympischen Spielen in Livigno sein Ziel verfehlt und den Einzug ins Finale der Snowboard-Big-Air-Disziplin nicht geschafft. Der 31-jährige Athlet aus Oberösterreich war der erste Athlet des Österreichischen Olympischen Comitees (ÖOC) im Einsatz und begann seine Qualifikation mit zwei gelandeten Sprüngen, was ein positiver Start war. Dennoch gab es beim ersten Sprung, einem Backside 18 mit fünffacher Rotation, einen Wackler in der Landung, der zu einem Punktabzug führte. Ein Konkurrent, der denselben Trick sauberer ausführte, erhielt dafür zehn Punkte mehr. Nachdem er mit diesem Sprung den elften Platz belegt hatte, verbesserte Millauer sich mit einem Switch Backside 1620 nosegrab auf den neunten Platz.

Sein guter Start gab Anlass zur Hoffnung, dass er sich weiter nach vorne kämpfen könnte. Allerdings stand er im dritten Versuch unter Druck, da andere Athleten nach verpatzten Sprüngen starke Leistungen zeigten. Millauer konnte seinen letzten Versuch, einen Backside 18 nosegrab, nicht sauber landen und fiel dadurch auf den 18. Platz zurück. Er äußerte sich anschließend enttäuscht über seine Leistung, betonte jedoch, dass er sich gut in der Luft gefühlt hatte. In der Auswertung zählen für die Gesamtwertung nur die besten zwei von drei Sprüngen, und Millauer konnte sich nicht für das Finale der besten 12 qualifizieren.

Hintergrund und Konkurrenzsituation

In den olympischen Winterspielen sind die Wettkämpfe im Snowboarden ein Publikumsmagnet. Für Clemens Millauer war es die erste Teilnahme an den Olympischen Spielen in dieser Disziplin, die seit 1998 Teil der olympischen Laufbahn ist. Vor den Augen seiner Freundin Anna Gasser, die bereits zwei Goldmedaillen in Big Air gewonnen hat, war die Motivation für Millauer hoch. Dennoch hat der Druck in der entscheidenden Phase seine Leistung negativ beeinträchtigt.

Obwohl der 18. Platz für Millauer unter den gegebenen Umständen nicht zufriedenstellend war, bleibt seine Teilnahme an den Olympischen Spielen eine bedeutende Leistung. Die Medaillen werden am Samstag, den 7. Februar 2026, um 19:30 Uhr vergeben. Der Wettkampf wird mit Spannung erwartet, und die die erzielten Höchstleistungen der anderen Athleten steigen in der letzten Runde.

Das Snowboarden im Aufschwung

Die Beliebtheit des Snowboardens hat in den letzten Jahrzehnten stetig zugenommen. In Deutschland waren im Jahr 2024 etwa 37.400 Menschen Mitglieder im Snowboard Verband Deutschland. Der Verkauf von über 700.000 Snowboards im Jahr 2019 spricht ebenfalls für die wachsende Popularität und Etablierung des Sports. Bei den Special Olympics sind Snowboard-Disziplinen wie Slalom und Riesenslalom etabliert.

Deutschland und Europa freuen sich über zahlreiche Indoor-Wettkämpfe, was das Training und die Popularität des Sports weiter fördert. Die Erfolge des Schneesportes, wie die von Clemens Millauer, tragen zur Bekanntheit und zum Wachstum des Snowboardens bei, und die Vorfreude auf zukünftige Wettbewerbe bleibt hoch. Die gesamte Snowboard-Community blickt weiterhin gespannt auf die kommenden Wettkämpfe und die Entwicklung junger Talente in diesem dynamischen Sport.