Kirchdorf

Sanierung der Blumen- und Gartenstraße in Kirchdorf: Kompromiss nötig!

Sanierungsalarm in Kirchdorf: Die maroden Blumen- und Gartenstraßen müssen dringend repariert werden, doch die Kosten von bis zu 1,5 Millionen Euro schrecken die Gemeinde ab!

Die Gemeinde Kirchdorf steht vor einer herausfordernden Situation: Die Blumen- und Gartenstraße sind in einem bedenklichen Zustand und müssen dringend saniert werden. Trotz der offensichtlichen Mängel, wie zahlreichen Schlaglöchern und Rissen, bleibt die vollständige Ertüchtigung ein teures Unterfangen, das die Gemeinderäte vor eine schwierige Entscheidung stellt.

Die Blumenstraße erstreckt sich über 425 Meter, während die Gartenstraße 250 Meter lang ist. Der Zustand dieser Straßen ist alles andere als ideal, was nicht zuletzt daran liegt, dass die Blumenstraße seit etwa 60 Jahren besteht. Im Mai dieses Jahres wurden die ersten Schritte zur Sanierung unternommen, indem eine Baugrunderkundung durchgeführt wurde. Diese zeigte auf, dass die aktuellen technischen Standards nicht mehr erfüllt werden – insbesondere beim Straßenunterbau, der dringend überarbeitet werden muss.

Aktuelle Schwierigkeiten und Lösungsvorschläge

Der Ingenieur Franz Spagl erklärte den Gemeinderäten, dass die bestehende Frostschutzschicht unzureichend sei, um den aktuellen Anforderungen zu entsprechen. Dies könnte schwerwiegende Folgen haben, denn eine vollständige Sanierung würde laut Spagl auf etwa 1,5 Millionen Euro oder mehr hinauslaufen – Beträge, die die Kommune schlichtweg nicht stemmen kann. In Anbetracht der finanziellen Belastung ist die Meinung von Bürgermeister Uwe Gerlsbeck eindeutig: „Das können wir uns unmöglich leisten.“

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Eine mögliche Lösung könnte ein Teilausbau bieten. Dabei würde man sich auf die wesentlichen Aspekte wie die Tragfähigkeit konzentrieren, ohne alle Schichten nach neuesten technischen Vorgaben zu erneuern. Die Kosten für diese Option belaufen sich auf rund 773.000 Euro, was eine deutliche Ersparnis darstellt. Allerdings wird diese Lösung visuell wahrscheinlich nicht von der derzeitigen Situation zu unterscheiden sein.

In einer weiteren Diskussion äußerte der Gemeinderat Martin Heyne (Grüne) Bedenken hinsichtlich der Finanzierung: „Wie viel Geld ist dann damit aus dem Haushalt schon verplant?“ Geschäftsleiter Florian Haider musste leider bestätigen, dass die finanzielle Belastung erheblich sei und eine Kreditaufnahme unvermeidlich scheine. Für Gerlsbeck wird die Situation nicht einfacher, da die staatliche Unterstützung nicht ausreicht und sich die Anforderungen an die Kommunen ständig erhöhen. „Es kommen immer neue Aufgaben auf uns zu. Wo soll das hinführen?“, fragte Gerlsbeck.

Trotz aller Herausforderungen sind sich die Gemeinderäte einig, dass eine Sanierung nicht weiter aufgeschoben werden kann. Elisabeth Hörand (CSU/FW) unterstrich die Bedeutung der Straßen für den Zugang zu wichtigen Einrichtungen wie dem Kindergarten und der Schule. Die umfassende Ausschreibung für die Bauarbeiten wird für das Frühjahr oder den Sommer 2025 erwartet, um der Notwendigkeit, die Straßen instand zu setzen, endlich nachzukommen.

Die Situation in Kirchdorf zeigt, wie wichtig die Infrastruktur für die Gemeinde ist und welche Probleme aus einer Vernachlässigung über Jahre hinweg resultieren können. Für weitere Details zu diesem Thema, siehe die aktuelle Berichterstattung auf www.merkur.de.


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Quelle
merkur.de

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