Am 9. November 2025 erlebten vier junge Männer aus Oberösterreich einen dramatischen Tag auf ihrer Bergtour am Hochleckenkogel im Bezirk Gmunden. Der Ausflug, der gegen 11:40 Uhr einen Notruf nach sich zog, zeigt die Gefahren des Bergsteigens und die Herausforderungen, denen sich Alpinisten gegenübersehen können.
Die Gruppe, bestehend aus zwei Männern aus dem Bezirk Wels-Land im Alter von 23 und 25 Jahren sowie zwei weiteren aus dem Bezirk Kirchdorf, 22 und 28 Jahre alt, startete ihre Wanderung am Parkplatz Taferlklause. Ihre Route führte sie über den Normalweg auf den Hochleckenkogel, weiter zum Brunnkogel und dem Hohen Spielberg.
Notlage in der Höhe
Geplant war der Abstieg über die „Hintere Spielberg NO Rinne“, die in ihrer Wander-App als markierter Weg angezeigt wurde. In der Realität stellte sich die Route jedoch als steile und ungesicherte Passage heraus. Auf einer Höhe von etwa 1.380 Metern über dem Meeresspiegel, vor einer Felswand, entschieden sich zwei Alpinisten, den Abstieg zu wagen, während die beiden anderen warteten.
Zu diesem Zeitpunkt wurde der Notruf um 11:40 Uhr von den zurückgebliebenen Alpinisten abgesetzt. Die Crew des Polizeihubschraubers traf gegen 12:50 Uhr ein, um den in Schwierigkeiten geratenen Bergsteigern zu helfen.
Die beiden anderen Gruppenmitglieder konnten sich jedoch aus eigener Kraft bis zum Zwischenlandeplatz retten, was zeigt, dass sie trotz der anspruchsvollen Bedingungen über ausreichende Erfahrung und Fähigkeiten verfügten.
Sicherheitsaspekte beim Bergsteigen
Diese Situation unterstreicht die Wichtigkeit von Sicherheitsvorkehrungen im Bergsport. Laut einer Analyse des Bergunfallgeschehens, veröffentlicht von der Alpine Rettung Schweiz und anderen Bergrettungsorganisationen, ist der Begriff „Bergnotfall“ weit gefasst und umfasst alle Vorkommnisse, bei denen Berggänger Hilfe benötigen. Dies schließt auch Situationen ein, in denen Alpinisten wegen Erschöpfung oder Überforderung nicht mehr fortfahren können.
Die Zahl der Bergunfälle zeigt, dass die Gefahren im Bergsport vielfältig sind und entsprechende Vorbereitungen unerlässlich sind. Dabei wird zwischen klassischen Bergsportereignissen ohne Transportgerät und anderen Aktivitäten wie Gleitschirmfliegen oder Mountainbikedownhill unterschieden.
Der Vorfall am Hochleckenkogel ist ein eindringliches Beispiel dafür, wie schnell ein Freizeitvergnügen in eine gefährliche Situation umschlagen kann. Umso wichtiger ist es, stets gut informiert und vorbereitet in die Berge zu gehen.
Für weitere Informationen über Bergsport und Sicherheit bieten zahlreiche Quellen umfangreiche Daten und Analysen, wie sgcarmart oder die erwähnte Alpine Rettung Schweiz an.