Am 10. Oktober 2025 wurde Alma Zadić zur neuen stellvertretenden Bundessprecherin der Grünen gewählt. Die Wahl fand bei einem Treffen des erweiterten Bundesvorstands (EBV) der Partei statt, wo Zadić „mit großer Mehrheit“ gewählt wurde. Dies markiert einen bedeutenden Schritt in ihrer politischen Karriere, da sie für die aktuelle Bundessprecherin Leonore Gewessler nachrückt, die zuvor Stellvertreterin von Werner Kogler war und im Juni zur Bundessprecherin aufstieg. Auch Stefan Kaineder, der bereits Stellvertreter ist, wurde in seiner Funktion bestätigt.
Leonore Gewessler gratulierte sowohl Zadić als auch Kaineder zu ihrer Wahl und hob deren Engagement und Erfahrung für die Belange der Menschen in Österreich hervor. Gewessler äußerte zudem scharfe Kritik an der derzeitigen Regierung, insbesondere in Bezug auf deren Investitionen in die Naturzerstörung und die Kürzungen bei sozialen Ausgaben. Sie nannte spezifische Ziele der Grünen, darunter die Förderung günstiger Energie, leistbarer öffentlicher Verkehrsmittel und der Ausbau von Kinderbetreuungsplätzen.
Politische Herausforderungen
In ihrer Ansprache betonte Alma Zadić, dass es eine Ehre sei, Teil des Teams zu sein, und kündigte an, gegen die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) vorzugehen, die sie als Bedrohung für die Demokratie bezeichnete. Stefan Kaineder wiederum machte deutlich, dass es notwendig sei, ein Angebot für enttäuschte Wähler:innen der Sozialdemokratischen Partei Österreichs (SPÖ) zu schaffen und warnte vor den Gefahren, die die SPÖ in den Bundesländern Kärnten, Salzburg und Oberösterreich mit sich bringen könnte.
Der EBV, bei dem die Wahl stattfand, ist das zweithöchste willensbildende Organ der Bundespartei und tagt mindestens viermal im Jahr. Er setzt sich zusammen aus Mitgliedern des Bundesvorstands, dem Sprecher:in des 10. Bundeslandes, Vertretern des Europaparlaments, der Grünen Bildungsakademie, Abgeordneten zum Nationalrat und Delegierten der Landesparteien. Die Existenz und Vielfalt politischer Parteien ist im Bundes-Verfassungsgesetz der Republik Österreich erwähnt, wobei die gesetzliche Definition im Parteiengesetz verankert ist. Dieses rechtliche Fundament sichert den Parteien, einschließlich der Grünen, eine wesentliche Rolle in der demokratischen Ordnung zu.
Die Wahl von Zadić und Kaineder könnte als Zeichen für die wachsende Bedeutung der Grünen in der österreichischen Politik interpretiert werden. Mit klaren politischen Zielen und einer raschen Reaktion auf aktuelle Herausforderungen setzen sich die Grünen für eine positive Veränderung in Österreich ein. Die künftigen Aufgaben werden zeigen, wie erfolgreich sie in der Mobilisierung ihrer Wählerschaft und der Umsetzung ihrer politischen Agenda sein werden.
Für nähere Informationen zu dieser Wahl und weiteren politischen Entwicklungen können die Artikel von Vienna.at und OTS herangezogen werden. Eine umfassende Übersicht über die politischen Parteien in Österreich finden Sie auf Wikipedia.