Tulln

Gemeinderätin fordert pünktlichen Bus für Kirchbach/Tulln: Darum ist es wichtig

Alarmstimmung in Kirchbach! Gemeinderätin Seidl kämpft für eine pünktlichere Busverbindung nach Tulln, damit Schüler und Pendler nicht länger 75 Minuten warten müssen!

In St. Andrä-Wördern sorgt die unzureichende Busverbindung nach Tulln für Unmut. Gemeinderätin Elisabeth Seidl hat Bedenken geäußert, dass die derzeitige Abfahrtszeit des Direktbusses 445 um 15 Minuten verspätet ist und somit Schülerinnen und Schülern sowie Arbeitnehmern Schwierigkeiten bereitet, rechtzeitig ihre Ziele zu erreichen.

Aktuell müssen Fahrgäste aus Kirchbach im Wienerwald eine Fahrtzeit von rund 75 Minuten einplanen, um um 8 Uhr in Tulln zu sein, während die direkte Busverbindung nur 26 Minuten benötigt. Seidl kritisiert, dass der Bus um 7:29 Uhr von Kirchbach abfährt und erst um 7:55 Uhr am Tullner Bahnhof ankommt, was keinen ausreichenden Puffer für die nachfolgenden Wege zu Schulen und Arbeitsplätzen bietet.

Verbesserungen gefordert

Seidl fordert eine frühere Abfahrt des Busses. Ihr Vorschlag umfasst eine Änderung des Fahrplans, um Abfahrten bereits um 06:40 Uhr in Wien Hernals und um 07:15 Uhr in Unterkirchbach zu ermöglichen. Dies würde den Reisenden bedeutend Zeit sparen und die Nutzung öffentlichen Verkehrs fördern.

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Der Bus 445 fährt derzeit nur alle zwei Stunden und bietet damit während der Schulzeit begrenzte Flexibilität für Rückfahrten. In den Ferien sind die Abfahrten noch seltener, was die Anbindung für entsprechende Freizeitaktivitäten erschwert. Bei nächtlichen Fahrten bleibt nur die Möglichkeit, ein City-Taxi zu nehmen oder selbst zu fahren.

„Ein schnellerer Busverkehr könnte dazu beitragen, dass weniger Menschen auf das Auto angewiesen sind,“ sagt Seidl.

Die Verkehrsorganisationsgesellschaft NÖVOG, die für den Busbetrieb verantwortlich ist, hat bislang keine Beschwerden oder Anregungen zu diesem Thema erhalten. Pressesprecher Georg Huemer weist darauf hin, dass der Fahrplan der Linie 445 seit Dezember 2020 im Wesentlichen auf die REX-Züge in Tulln abgestimmt ist. Eine nachträgliche Anpassung des bestehenden Fahrplans sei daher mit Vorsicht zu genießen, da dies die Schnittstellen zu den Zügen negativ beeinflussen könnte.

„Obwohl wir die Veränderungswünsche verstehen, müssen wir oft zwischen verschiedenen Interessen abwägen,“ erklärt Huemer.

Aktuell sind keine wesentlichen Änderungen des Fahrplans geplant, jedoch beobachtet die NÖVOG kontinuierlich die Entwicklung der Fahrgastzahlen, um gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen. Seidls Anliegen ist somit in der Diskussion, obgleich rasche Lösungen auf absehbare Zeit nicht existent sind. Für die betroffenen Pendler bleibt die Hoffnung auf Verbesserungen weiterhin bestehen.


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Quelle
meinbezirk.at

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