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Eine dramatische Wende in der Druckindustrie: Die Walstead Leykam Gruppe hat die Schließung ihres Standorts in St. Pölten bekannt gegeben. Grund sind grundlegende Veränderungen in der europäischen Drucklandschaft, wie steigende Kosten und damit einhergehende wirtschaftliche Schwierigkeiten, welche die Rentabilität gefährden. „Die Entscheidung wurde nach einer gründlichen Analyse der aktuellen Marktsituation und einer sorgfältigen Prüfung aller verfügbaren Optionen getroffen“, teilte das Unternehmen mit. Die Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern konzentrieren sich auch auf einen Sozialplan für die betroffenen Mitarbeiter. Dies ist ein weiterer harter Schlag für den Standort, der erst 2018 von NP Druck übernommen wurde, wie noe.orf.at berichtete.
Walstead Leykam Druck ist bekannt als einer der führenden Hersteller im Rollenoffsetdruck in Europa und gehört zu den Top 3 der Branche. In Österreich, Tschechien und Slowenien ist das Unternehmen Marktführer, während es auch in Deutschland und weiteren Ländern aktiv ist. Im Jahr 2023 erzielte die Walstead Leykam Gruppe einen Umsatz von etwa 350 Millionen Euro und beschäftigte rund 2.000 Mitarbeiter. Die Entscheidung zur Schließung ist nicht isoliert zu betrachten, sondern Teil eines umfassenden Restrukturierungsprozesses, um die Marktposition in einem zunehmend wettbewerbsintensiven Umfeld zu sichern. Die Zentrale des Unternehmens befindet sich in Neudörfl, und die Druckstandorte erstrecken sich über mehrere Länder, auch in Slowenien und Tschechien, was die strategische Bedeutung von Walstead unterstreicht, wie walstead-leykamdruck.com hervorhebt.
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