St. Pölten

Kunst oder Provokation? God’s Entertainment polarisiert beim Tangente Festival

Skandal auf dem Rathausplatz: Die Performancegruppe God’s Entertainment entblößt Österreichs Probleme mit einem meterhohen Pümpel – das Tangente Festival sorgt für hitzige Debatten!

Ein unkonventionelles Kunstwerk sorgte auf dem Rathausplatz in St. Pölten für Aufregung, als die Performancegruppe God’s Entertainment im Rahmen des Tangente Festivals einen meterhohen Pümpel aufstellte und eine Fahne hisste. Mit einem Sattelschlepper hatten sie ihre Installation in die Stadt gebracht, die als Teil eines größeren Demokratie-Themas gedacht war.

Einer der Hauptakteure, Antauer, äußerte sich äußerst negativ über die Aktion: „Unsere Fahne und somit unser Land mit Fäkalien und einem verstopften Klo in Verbindung zu bringen, hat nichts mit Kunst zu tun.“ Er bezeichnete dies als „Sauerei der Linken“, und der FPÖ-Stadtrat plante sogar, die „Grauslichkeit“ als „Herabwürdigung eines Staatssymbols“ anzuzeigen und sprach von einem „Griff ins Klo“.

Kritik von der Volkspartei

Die St. Pöltner Volkspartei kritisierte die Installation ebenfalls und bezeichnete den Fahnenständer als „deplatziert und spaltend“. In einer offiziellen Mitteilung äußerten sie, dass es nicht künstlerisch oder politisch begabt sei, Steuerzahlergelder zu nutzen, um die Symbole des Staates zu verunglimpfen. Es handle sich nur um eine Verstärkung der Spaltungen, die das Land nicht benötige.

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Das Team von God’s Entertainment hingegen verfolgt mit ihrer Arbeit das Ziel, gesellschaftliche Polarisierungen sichtbar zu machen. Laut den Festival-Verantwortlichen wird Österreich durch die Performance zum „Patienten“, der mit seinem Publikum behandelt wird. Die Künstler werfen einen kritischen Blick auf den Zustand der Gesellschaft, gleichzeitig laden sie zur Teilnahme und Auseinandersetzung ein.

Für die Eröffnung der Installation sangen 25 Menschen ohne österreichischen Pass, um die gegenwärtige Situation zu thematisieren. Inmitten dieser Performance wurden sarkastische Elemente wie die Entsorgung von Wahlwerbung und das Zitieren von Reden eingesetzt. Die Kunstaktion zeigt somit die Vielfalt und die Herausforderungen des Landes auf.

Zusammengefasst steht das Kunstwerk für einen tiefen Dialog über die gesellschaftlichen Missstände und soll als Anlass dienen, um über die Demokratie nachzudenken und sie aktiv mitzugestalten.


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Quelle
m.noen.at

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