
Die Kahmann-Frilla Lichtwerbung GmbH (KLW) aus Altlengbach, Österreich, sieht sich mit erheblichen finanziellen Herausforderungen konfrontiert. Das seit über 50 Jahren etablierte Familienunternehmen, bekannt für seine innovativen Lichtwerbeprojekte, hat am 31. März 2025 ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung am Landesgericht St. Pölten eröffnet. Aktuell hat das Unternehmen Schulden in Höhe von rund 4,9 Millionen Euro und zählt 261 Gläubiger.
Wie 5min.at berichtet, sind 77 Mitarbeiter von der Insolvenz betroffen. Trotz der prekären Lage strebt KLW einen Fortbetrieb des Unternehmens an. Der Sanierungsplan sieht vor, den Betrieb aufrechtzuerhalten, während Insolvenzgläubiger innerhalb von zwei Jahren mit einer Quote von 30 Prozent entschädigt werden sollen.
Hintergründe der Insolvenz
Die Ursachen für die finanzielle Schieflage liegen vor allem in enormen Kostensteigerungen und einer rückläufigen Umsatzentwicklung. Der Umsatz des Unternehmens bleibt weiterhin unter dem Niveau der Jahre 2018 und 2019. Trotz einer leichten Erholung im Geschäftsjahr 2023/24 ist die Situation angespannt, da die aktuelle Nachfrage nicht ausreicht, um die entstandenen wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu überwinden.
KLW hat eine breite Palette an Produkten in der Lichtwerbung zu bieten. Zu den bekannten Projekten zählt das UniCredit Logo auf dem Donauturm sowie spezielle Werbelösungen für große Kunden wie Stiegl, Austrian Airlines, ÖBB und Billa. Die Produktpalette reicht von klassischen Leuchtschildern über Werbetürme bis hin zu Videowalls und kreativen Lichtinstallationen, die allesamt in Altlengbach gefertigt werden. Arbeitsintensive Produkte werden jedoch in einer Tochtergesellschaft in der Slowakei produziert, um Kosten zu optimieren.
Perspektiven der Sanierung
Der Sanierungsplan wird derzeit durch den Alpenländischen Kreditorenverband (AKV) auf seine Realisierbarkeit sowie mögliche Verbesserungen geprüft. Eine erfolgreiche Sanierung könnte dem Unternehmen helfen, sich von der Insolvenz zu erholen und die Arbeitsplätze zu sichern. Es bleibt abzuwarten, ob KLW die geforderten 30 Prozent an die Gläubiger zahlen kann und welche Perspektiven sich für die weiteren wirtschaftlichen Aktivitäten des Unternehmens ergeben werden.
Die Situation von KLW spiegelt einen größeren Trend wider, der in der Insolvenzstatistik 2022 präsentiert wird. Unternehmen in diversen Branchen kämpfen zunehmend mit finanziellen Belastungen, die durch Inflation und Marktveränderungen bedingt sind. Dies zeigt die Notwendigkeit, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu optimieren und geeignete Lösungen für die Unternehmen zu finden.
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