In der bunten Welt des Films gibt es oft Überraschungen, und das Sequel zu dem Kultklassiker „Joker“, das im Jahr 2024 unter dem Titel „Joker: Folie à Deux“ erscheint, verspricht genau das. Regisseur Todd Phillips hat diesmal eine überraschende Wendung in der Erzählweise gewählt, indem er das düstere Ambiente des Originals mit einer Vielzahl von Musiknummern kombiniert. Der erste Teil, der 2019 einen großen Erfolg feierte, brachte nicht nur Joaquin Phoenix den Oscar für den besten Hauptdarsteller ein, sondern wurde auch von einer tiefen Diskussion über seine Themen und Darstellungen begleitet.
Doch in der Fortsetzung wird es bunt, sehr bunt. Diese Geschichte, die in einem Jukebox-Musical stilisiert ist, bietet unter anderem bekannte Melodien wie „Slap That Bass“ von Fred Astaire und „What the World Needs Now Is Love“ von Tom Jones. Die Handlung ist nicht mehr nur ein psychologisches Drama, sondern entwickelt sich zu einem Mix aus Musical, Romantik und Gerichtsdrama. Arthur Fleck, gespielt von Joaquin Phoenix, ist seit drei Jahren im Arkham-Gefängnis und wartet auf seinen Prozess für den berüchtigten Mord an Talkshow-Host Murray Franklin. Ein düsteres und gleichzeitig musikalisches Setting, das die Zuschauer auf eine unkonventionelle Reise mitnimmt.
Ein neues Spieldesign
Die Erzählweise von „Joker: Folie à Deux“ bietet einen Spielraum für viele emotionale Ebenen. Arthur begegnet in dieser Phase Harley „Lee“ Quinzel, gespielt von Lady Gaga. Ihre Beziehung ist von musikalischen Fantasien und einer leidenschaftlichen, wenn auch chaotischen Romanze geprägt. Während Arthur in seiner musikalischen Welt nach Trost sucht, wird die Chemie zwischen den beiden klar: Die Musik wird für Arthur zur Flucht vor seiner tragischen Realität. Harley, die den Joker für weniger als einen Verlierer hält, beflügelt die Beziehung mit ihrer starken Präsenz.
Zur gleichen Zeit stellen sich Fragen in Bezug auf das Verhalten von Arthur. Seine Anwältin, Maryanne Stewart, die von Catherine Keener verkörpert wird, ist besorgt über die Öffentlichkeit und den drohenden Prozess, in dem Arthur nicht als Held, sondern als ein gebrochener Mann gesehen werden sollte. Der Staatsanwalt Harvey Dent drängt auf die maximale Strafe, doch Arthur ringt mit seinem Selbstbild und den Erwartungen, die andere an ihn stellen. Ist er wirklich der Fragile, der Mitleid erregt, oder der Joker, der Zerstörung verbirgt? Diese innere Zerrissenheit spiegelt sich in der Musik und der Handlung wider.
Ein roter Faden in einem Flickenteppich
Die Herausforderung für Todd Phillips in „Joker: Folie à Deux“ ist, die Balance zwischen den verschiedenen Genre-Aspekten zu finden. Es reduziert sich nicht nur auf die toxische Männlichkeit, die im ersten Teil diskutiert wurde, sondern breitet sich über die Idealisierung und die Komplexität weiblicher Charaktere aus. Der Film selbst ist ein Mosaik aus verschiedenen Ideen und Erzählsträngen, das konsequent den Zuschauer vor neue Herausforderungen stellt. Während Arthur sich fragt, ob er der Held oder der Bösewicht sein will, ist es auch die Frage nach der Identität, die Kern der Erzählung ist.
Wie das Geschehen voranschreitet, bleibt es abzuwarten. Wird Arthur Fleck es schaffen, sich zwischen diesen Welten zu behaupten? Oder wird er weiter hin- und hergerissen von der dunklen Vergangenheit und den ikonischen Melodien, die ihn umgeben? Die Brisanz und die Faszination dieser Geschichte sind eng miteinander verwoben, und die Vorfreude auf die nächste Runde im Psycho-Karussell ist bereits jetzt spürbar.
Für weitere Informationen zum Film und seiner Entwicklung, siehe die aktuelle Berichterstattung auf www.tv-media.at.
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