In den letzten Wochen und Monaten hat sich in den Medien ein besorgniserregender Trend abgezeichnet: immer mehr Kinder in Österreich sind von Lungenentzündungen betroffen. Diese Entzündungen werden häufig durch das Bakterium Mycoplasma pneumoniae verursacht und sind in einem speziellen Kinder-Primärversorgungszentrum in St. Pölten besonders auffällig. Trotz der steigenden Fallzahlen gibt es jedoch Entwarnung von den Fachärzten, die keine ernsthaften Bedenken äußern.
Ärzte berichten, dass viele Kinder mit Symptomen wie Fieber und Husten in die Praxen kommen. Ein charakteristisches Merkmal dieser Erkrankung ist ein „Jauchzen“ beim Husten, das bis tief in die Lunge reicht. Facharzt Patrik Jönsson Santner hat festgestellt, dass die Symptome oftmals schwer von denen eines Keuchhustens zu unterscheiden sind. Tatsächlich handelt es sich in vielen Fällen um eine Lungenentzündung, die durch Mycoplasma pneumoniae hervorgerufen wird. „Die Kinder kommen in die Praxis und wir stellen fest, dass eine virale Bronchitis oft fälschlicherweise angenommen wird“, erklärt er weiter.
Die Häufigkeit und Therapie
Generalsekretär Reinhold Kerbl von der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde hat Ähnliches zu berichten. Laut seinen Aussagen sind die Mycoplasma-Infektionen in Österreich in den letzten Monaten deutlich angestiegen. „Das kann auch mit Wellenverläufen der Krankheiten zu tun haben – solche Phänomene sind nicht untypisch“, sagt er, ohne jedoch einen klaren Grund für diese Schwankungen nennen zu können. Er fügt hinzu: „Es besteht jedoch kein Anlass zur Sorge.“
Die Behandlungen im Kinder-Primärversorgungszentrum zeigen positive Ergebnisse: Die Lungenentzündungen sind in der Regel gut mit Antibiotika zu behandeln. Das Risiko für schwere Verläufe sei, so die Ärzte, sehr gering. Der Anstieg der Fälle ist vor allem bei Kindern im Volksschulalter bemerkbar. Während vereinzelt auch kleinere Kinder betroffen sind, sind es häufig größere Kinder zwischen sieben und zehn Jahren, die mit den beschriebenen Symptomen in die Praxis gebracht werden.
Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?
Die Mediziner raten Eltern, aufmerksam zu sein. Wenn ein Kind mehr als drei Tage lang Fieber über 38 Grad hat und einen tiefen Husten zeigt, sollte unbedingt ein Arzt konsultiert werden. Eine rechtzeitige ärztliche Untersuchung kann helfen, die Erkrankung frühzeitig zu erkennen und entsprechend zu behandeln.
Ein umfassender Überblick über die aktuellen Entwicklungen ist in verschiedenen Medien zu finden, darunter auch detaillierte Berichte über die Anstiegstrends und möglicher Ursachen. Zu den spezifischen Fallzahlen und der generellen Situation gibt es weitere Informationen, die helfen können, die Sorgen von betroffenen Eltern zu lindern. Diese mögliche Gesundheitskrise könnte auf den ersten Blick alarmierend erscheinen, die Fachärzte betonen jedoch die Behandelbarkeit der Erkrankung und die Seltenheit schwerer Verläufe: „Wir hoffen, dass sich die Welle bald wieder beruhigt,“ so Jönsson Santner abschließend. Für weitere Informationen zu diesem besorgniserregenden Trend bietet noe.orf.at ausführliche Berichterstattung.