Die österreichische Nahversorgung wird durch eine wichtige Übernahme gestärkt. Die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) und der Bundeskartellanwalt haben der Übernahme von 23 Unimarkt-Standorten durch SPAR grünes Licht gegeben. Diese Transaktion beinhaltet unter anderem auch einen Standort in Wölbling, Niederösterreich. Der Vollzug der Übernahme soll in den kommenden Wochen erfolgen und bis Ende März 2026 abgeschlossen sein, wie exxpress.at berichtet.
Von den übernommenen Filialen werden 18 von selbstständigen SPAR-Kaufleuten betrieben, die überwiegend ehemalige Unimarkt-Kaufleute sind. SPAR-Vorstand Marcus Wild betont, dass das Ziel der Übernahme die Stärkung der Standorte, Regionen und lokalen Nahversorgung ist. Hans K. Reisch, der Vorstandsvorsitzende von SPAR, äußerte Freude über die neuen Kaufleute und Mitarbeiter, was die positive Entwicklung der Nahversorgung unterstreicht.
Wichtige Umstellung auf SPAR-System
Nach der Übernahme wird schrittweise an allen Standorten das komplette SPAR-Sortiment verfügbar sein. Diese Umstellung soll spätestens bis Ende März 2026 abgeschlossen sein. Mit diesem Schritt erweitert SPAR seine Präsenz und trägt zur Sicherung der Nahversorgung in zahlreichen österreichischen Gemeinden bei, die in den letzten Jahren immer stärker unter Druck geraten sind.
Eine aktuelle Nahversorgerstudie zeigt, dass die Situation in ländlichen Gebieten zunehmend angespannt ist. Laut der Studie der KMU Forschung Austria haben 69 % der Gemeinden unter 500 Einwohnern keinen Lebensmittel-Einzelhandelsstandort, was die dortige Versorgung erschwert. Besonders in den letzten Jahren ist die Anzahl der Gemeinden ohne Nahversorger in ländlichen Regionen sogar um 6,9 % gestiegen, wie derlebensmittelhandel.at berichtet.
Diese Entwicklungen verdeutlichen den wachsenden Druck auf die Nahversorgung, insbesondere durch steigende Energie-, Lohn- und Rohstoffkosten. Christian Prauchner, Obmann des Bundesgremiums Lebensmittelhandel, warnt, dass die Situation für selbstständige Kaufleute auf dem Land existenzbedrohend werde. Die Übernahme durch SPAR könnte als ein Schritt in die richtige Richtung interpretiert werden, um die Grundversorgung in diesen Regionen langfristig zu sichern.
Insgesamt zeigt sich, dass SPAR mit der Übernahme von Unimarkt-Standorten nicht nur seine Marktanteile ausweitet, sondern auch aktiv zur Stabilisierung der Nahversorgung in ländlichen Regionen beiträgt, die als besonders betroffen gelten. Diese Initiative könnte sich als entscheidend erweisen, um die lokale Wirtschaft und die Lebensqualität auf dem Land zu unterstützen und zukunftssicher zu gestalten.