Am 7. Jänner 2026 wurde in Bruck an der Leitha, Niederösterreich, der Grundstein für ein wegweisendes Projekt im Bereich Wasserstoff gelegt. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner präsentierte die Pläne für eine der größten Elektrolyseanlagen Europas, die von der OMV entwickelt wird. Die Anlage soll als modernes Wasserstoffprojekt die Industrie, Energiewirtschaft und Innovationskraft Niederösterreichs stärken. Die Landesregierung sieht in diesem Projekt eine entscheidende Maßnahme zur Umsetzung der Energiewende und zur Modernisierung des Wirtschaftsstandorts.
Für das ehrgeizige Vorhaben hat die OMV eine Bundesförderung von bis zu 123 Millionen Euro beantragt, um die Entwicklung und den Bau der Anlage voranzutreiben. Die geplante Elektrolyseanlage mit einer Kapazität von 140 MW wird dazu in der Lage sein, jährlich bis zu 23.000 Tonnen grünen Wasserstoff zu produzieren. Dies stellt einen bedeutenden Schritt in Richtung einer nachhaltigen, emissionsarmen Zukunft dar, denn die Anlage soll CO₂-Emissionen um rund 150.000 Tonnen pro Jahr reduzieren – das entspricht dem jährlichen CO₂-Fußabdruck von circa 20.000 Menschen.
Technische Details und internationale Standards
Die Elektrolyseanlage wird erneuerbare Energiequellen wie Wind-, Solarenergie und Wasserkraft nutzen, um grünen Wasserstoff zu produzieren. OMV plant, einen mittleren dreistelligen Millionen Eurobetrag zu investieren, wobei die Realisierung unter dem Vorbehalt einer positiven Förderzusage der Europäischen und der Österreichischen Wasserstoffbank steht. Der Betriebsstart der Anlage ist für Ende 2027 vorgesehen. Diese Anlage wird eine der größten ihrer Art in Europa sein und profitiert von den Erfahrungen, die während der Entwicklung einer 10 MW Elektrolyseanlage gesammelt wurden, die Ende 2024 in Partnerschaft mit der Kommunalkredit fertiggestellt wird.
Die kleinere Anlage wurde bereits als Produktionsstätte für „erneuerbare Kraftstoffe nicht biogenen Ursprungs“ zertifiziert, gemäß der EU-Richtlinie für erneuerbare Energien (RED). Solche Technologien sind zentral für die Schaffung einer zirkulären Wirtschaft, die Abfallminimierung und Ressourcenschonung in den Mittelpunkt stellt. Laut Fraunhofer verfolgt diese Forschung das Ziel, Systeme von linearer zu zirkulärer Verwertung zu transformieren, was auch für die neue Wasserstoffanlage von Bedeutung ist.
Nachhaltigkeit und Zukunftsperspektiven
Das Projekt in Bruck an der Leitha ist nicht nur ein technologisches, sondern auch ein wirtschaftliches Vorhaben, das die Region Niederösterreich in der internationalen Wasserstoffwirtschaft stärkt. Mikl-Leitner betonte die Bedeutung der Umsetzungskraft und des Engagements für die Energiewende. Moderne Industrie und Klimaschutz sind die Leitmotive, die die Entwicklung dieses Projekts vorantreiben.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die moderne Wasserstoffanlage in Bruck an der Leitha nicht nur ein Schlüsselprojekt für die Region ist, sondern auch den Umgang mit Energie und Rohstoffen revolutionieren könnte, indem sie die Entwicklung innovativer Technologien in den Dienst der Umwelt stellt. Durch die Verbindung von nachhaltiger Energieproduktion und den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft wird dieses Vorhaben sicherlich als Modell für zukünftige Projekte dienen.