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In Niederösterreich wird die Forschung im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) mit einem beeindruckenden Budget von über sechs Millionen Euro massiv gefördert. Im Zentrum dieser Initiative steht ein neues KI-Labor an der Fachhochschule St. Pölten, das modernste Hochleistungscomputer zur Verfügung stellen wird. Bei einer Pressekonferenz hob LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf die enorme Bedeutung der KI als Treiber von Wirtschaft und Innovation hervor und betonte: „Die Künstliche Intelligenz soll eine Hilfe und nicht eine Hürde sein.“ Mit der finanziellen Unterstützung von insgesamt 6,35 Millionen Euro werden auch 21 Studiengänge mit Bezug zur KI an Fachhochschulen in Krems, St. Pölten und Wiener Neustadt gefördert, die 1.544 Studienplätze umfassen. Dies berichtet das Österreichische Presse Service.
Zusätzlich wird ein KI-Reallabor eingerichtet, das mit rund 600.000 Euro finanziert wird. Hier sollen praxisnahe Anwendungen der KI erforscht und getestet werden. Pernkopf kündigte zudem die Gründung von zwei Stiftungsprofessuren im Bereich KI an, um die Bildung und Forschung weiter voranzutreiben. Ein weiterer wichtiger Punkt der Konferenz war die Notwendigkeit, in Europa verstärkt in die KI-Forschung zu investieren, um der Dominanz aus den USA und China etwas entgegenzusetzen.
EU-Milliarden für Künstliche Intelligenz
Die EU plant zudem, ein einheitliches Regelwerk für KI einzuführen, welches 2026 in Kraft treten soll. Diese Regulierungen sollen sicherstellen, dass Europa bei der KI-Entwicklung nicht nur hinterherhinkt, sondern aktiv und ethisch handelnd gestaltet. Währenddessen warnte der US-Vizepräsident J.D. Vance vor zu strengen Regulierungen, die die Innovationskraft der KI gefährden könnten. Die Entwicklungen in beiden Regionen spiegeln das ansteigende weltweite Interesse und den Druck wider, Künstliche Intelligenz verantwortungsvoll und effektiv zu nutzen.
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