Im österreichischen Mödling wird ein neues First-Responder-System eingeführt, das die Notfallmedizin im Stadtgebiet erheblich verbessern soll. Der Beschluss zur Implementierung dieser Maßnahme wurde im Dezember des vergangenen Jahres im Gemeinderat gefasst. Mit dieser Initiative möchte die Stadtgemeinde die Zeit bis zum Eintreffen qualifizierter medizinischer Hilfe verkürzen und somit die Überlebens- und Heilungschancen bei medizinischen Notfällen erhöhen. Laut oe24.at finanziert die Stadt die erforderlichen Materialien wie Notfallausrüstung, Defibrillatoren, Sauerstoff, Handfunkgeräte und CO-Warner.
Die Bürgermeisterin Silvia Drechsler und Stadtrat Tim Pöchacker begleiteten das Kickoff-Infogespräch zur Einführung des Systems. Ziel ist es, mit den vier geplanten First Respondern, die speziell ausgebildete Rettungs- oder Notfallsanitäter sind, bei lebensbedrohlichen Notfällen sofortige steuerliche Unterstützung zu bieten. Diese Maßnahme ergänzt die bereits bestehenden 28 Standorte von Defibrillatoren im Stadtgebiet und bildet einen weiteren Schritt in Richtung Verbesserung der Notfallversorgung in Mödling.
Hintergrund und Motivation
Das Konzept der First Responder ist nicht neu. In Deutschland beispielsweise wurde die Bundesgeschäftsstelle First Responder Deutschland gUG bereits 1995 gegründet, um die Notfallhilfe zu fördern und Ersthelfer auszubilden, wie fr-deutschland.de berichtet. Zu den Tätigkeiten, die von First Respondern durchgeführt werden, gehören unter anderem Krankentransporte und die Unterstützung im Zivil- und Katastrophenschutz. Das Netzwerk aus Landesgeschäftsstellen und Ortsbereitschaften hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Qualität der Berufsrettungsdienste zu verbessern und das Bewusstsein für Erste Hilfe zu stärken.
Erste Hilfe und schnelle medizinische Intervention sind entscheidend, insbesondere bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Laut einer Pressemitteilung des SWR hat ein Chefarzt für Anästhesiologie in Freiburg einen Alarm über die App „Region der Lebensretter“ erhalten, nachdem jemand einen Herz-Kreislauf-Stillstand erlitt. Er war in der Lage, rechtzeitig mit der Reanimation zu beginnen, dank der schnell alarmierten First Responder vor Ort. Statistiken zeigen, dass weniger als die Hälfte der Rettungsdienstbereiche in Deutschland eine solche App nutzen, was die Unterschiede in der Notfallversorgung verdeutlicht und auf die Notwendigkeit hinweist, das System flächendeckend auszubauen.
Ausblick
Mit der Einführung des First-Responder-Systems in Mödling setzt die Stadt ein Zeichen für die Bedeutung schneller und kompetenter Hilfe in Notsituationen. Geplant sind weitere Projekte zur Verbesserung der Überlebenschancen bei medizinischen Notfällen, was zeigt, dass Mödling aktiv an der Optimierung seiner Notfallversorgung arbeitet. In Anbetracht der Herausforderungen, die in vielen Regionen bestehen, ist diese Initiative ein Schritt in die richtige Richtung, um die Überlebenschancen durch schnellstmögliche Hilfe zu erhöhen.