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Am 26. Februar 2025 haben die niederösterreichischen Landesräte Christiane Teschl-Hofmeister und Ludwig Schleritzko sowie Hypo Noe Vorstand Wolfgang Viehauser auf einer Pressekonferenz in St. Pölten die dringend benötigte Stärkung der Finanzbildung in Schulen angekündigt. Mangelnde Kenntnisse in Finanzfragen sind ein entscheidender Faktor bei jeder fünften Privatinsolvenz. „Es ist unerlässlich, dass junge Menschen die notwendigen Kenntnisse erwerben, um finanzielle Entscheidungen treffen zu können“, betonte Schleritzko. Dazu soll die Integration von Finanzthemen in den Unterricht gehörig vorangetrieben werden, um eine bessere Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler auf ihr späteres Berufsleben zu gewährleisten. Um das zu unterstützen, wurden bereits im Vorjahr Pilotprojekte wie der NÖ Finanzführerschein an Polytechnischen Schulen gestartet, die positive Rückmeldungen erhielten.
Zusätzlich hebt der Finanzführerschein, der in Kooperation mit der Arbeiterkammer Niederösterreich an Schulen eingeführt wird, praxisnahe Module hervor, die den Jugendlichen das Bewusstsein für Budgetplanung, Sparen und Investieren vermitteln. Die genaue Ausbildung zielt darauf ab, junge Menschen vor den Risiken überschuldeter Konsumverhalten zu warnen und ihnen die Fertigkeiten für einen sicheren Umgang mit ihrem Geld beizubringen. „Besonders vor dem Hintergrund steigender Lebenshaltungskosten müssen wir die Jugend entsprechend vorbereiten“, so Markus Wieser, Präsident der AK Niederösterreich. Diese Initiative ist ein wichtiger Schritt zur Stärkung der finanziellen Bildung und soll helfen, gegen die gesellschaftlichen Herausforderungen wie Armut und soziale Ausgrenzung vorzugehen, wie auch Teschl-Hofmeister betonte.
Wachsende Herausforderung
Die Bildungsinitiativen kommen nicht von ungefähr: Laut dem Schuldenreport einer staatlich anerkannten Schuldenberatung suchen viele junge Menschen Unterstützung - über 30 % der Klienten sind unter 35 Jahre alt. „Der NÖ Finanzführerschein ist das Resultat unseres Engagements, die finanzielle Kompetenz bei Jugendlichen zu verbessern. Diese schrittweise Aufklärung ist dringend erforderlich, da viele junge Menschen ohne angemessene finanzielle Bildung in Schwierigkeiten geraten“, erklärte Michael Lackenberger, Geschäftsführer der Schuldnerberatung Niederösterreich. Trotz der positiven Entwicklungen zeigt eine Umfrage, dass nur 35 % der Schülerinnen und Schüler sich auf finanzielle Entscheidungen ausreichend vorbereitet fühlen.
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