Am 12. Jänner 2026 ereignete sich in Wismar, im Stadtteil Wendorf, ein tragischer Vorfall, als ein 40-jähriger Mann beim Eisbaden in einem zugefrorenen Teich ums Leben kam. Der Notruf ging gegen 08:30 Uhr bei der Rettungsleitstelle ein, nachdem ein Zeuge den Mann beobachtet hatte, der ins eiskalte Wasser eintauchte, aber nicht mehr auftauchte. Alarmiert wurden die Berufsfeuerwehr Wismar, die Freiwillige Feuerwehr und der Rettungsdienst, die sofort zur Einsatzstelle am Zierower Weg eilten.

Die Einsatzkräfte begannen unverzüglich mit der Suche nach dem Mann. Um die Suche zu unterstützen, öffneten Feuerwehrkräfte die Eisschicht des Teiches, und Taucher der DLRG Zarrentin suchten unter der Eisfläche. Trotz intensiver Bemühungen konnte der Mann erst gegen 12:45 Uhr leblos aus dem Wasser geborgen werden. Ein Notarzt stellte seinen Tod fest. Die Polizei hat ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet, wobei Fremdverschulden nicht angenommen wird. Dieser tragische Vorfall wirft erneut ein Licht auf die Gefahren des Eisbades.

Warnung der DLRG

Die Deutsche Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) hat in Reaktion auf diesen Vorfall eindringlich vor dem Alleingang beim Eisbaden gewarnt. Laut DLRG sollte man niemals allein ins Eiswasser gehen, denn im Notfall ist es entscheidend, dass andere Personen zur Verfügung stehen, um schnell reagieren zu können. Die DLRG empfiehlt, mindestens zu zweit zu baden, um Sicherheit zu gewährleisten. „Kälteschock und Unterkühlung können massive gesundheitliche Probleme verursachen“, sagt Matthias Stoll von der DLRG. Insbesondere für Ungeübte ist das Eisbaden mit erheblichen Risiken verbunden.

Eine andere Einschränkung betrifft die Körperliche Gesundheit: Es wird geraten, eine ärztliche Abklärung vorzunehmen, insbesondere bei bestehenden Herzproblemen. Bei vollständigem Eintauchen in kaltes Wasser kann die Überlebenszeit stark variieren und reicht je nach körperlicher Verfassung von fünf bis 30 Minuten.

Sichere Praktiken beim Eisbaden

Um sicher Eisbaden zu können, hat die DLRG fünf wichtige Regeln aufgestellt:

  • Vorbereitung: Den Körper mit kalten Duschen vorbereiten und im Herbst mit dem Eisbaden beginnen.
  • Gruppensicherheit: Mindestens zu dritt baden; zwei sollten im Wasser und eine Person am Ufer zur Notfallhilfe bereitstehen.
  • Warmhalten: Eine Mütze oder Neoprenhaube tragen und den Kopf möglichst über Wasser halten.
  • Zeitbegrenzung: Maximal so viele Minuten im Wasser bleiben, wie die Wassertemperatur in Grad beträgt.
  • Sanftes Aufwärmen: Nach dem Baden gründlich abtrocknen, trockene Kleidung anziehen und keine Sauna direkt nach dem Eisbaden.

Die tragischen Umstände des Vorfalls in Wismar sind eine ernste Erinnerung daran, wie gefährlich Eisbaden sein kann, insbesondere in nicht überwachten Gewässern und ohne die notwendigen Vorsichtsmaßnahmen. Die DLRG appelliert an alle Eisbader, diese Richtlinien ernst zu nehmen, um die eigene Sicherheit zu gewährleisten.

Für umfassendere Informationen über den Vorfall und die empfohlenen Sicherheitsmaßnahmen bei Eisbaden können die Berichte von Fireworld, Stern und Geo hilfreich sein.