Die Weihnachtsfeier des medizinischen Personals des Klinikums Amstetten endete in einem gewalttätigen Vorfall, der erhebliche Konsequenzen hatte. Bei der Feier, die im Dezember 2022 stattfand, geriet ein Streit zwischen zwei stark alkoholisierten Männern außer Kontrolle. Nach dem offiziellen Programmpunkt verlagerte sich die Feier in ein Lokal in Amstetten, wo der Konsum von Alkohol hohe Wellen schlug. Ein Mitarbeiter aus dem ärztlichen Bereich schlug einem anderen Männer mit einer Glasflasche gegen den Kopf, was zu schwerwiegenden Verletzungen führte.exxpress.at berichtet, dass der Angreifer mit dem zerbrochenen Glas das Opfer im Gesicht und am Hals verletzte, was zu einer Anzeige wegen schwerer Körperverletzung führte. Der Landesgesundheitsagentur zufolge wurde das Dienstverhältnis des betroffenen Mitarbeiters umgehend beendet.
Dies war nicht das erste Mal, dass ein solcher Vorfall im Gesundheitsbereich Schlagzeilen machte. Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich während der Feierlichkeiten, bei dem Polizei und Rettungsdienste eingreifen mussten. Lautheute.at kam es nach Mitternacht zu einem weiteren Zwischenfall, als die beiden Männer in der Bar aneinander gerieten. Der Vorfall führte nicht nur zu einem Krankenhausaufenthalt für den Angreifer, sondern ließ auch Fragen zur Sicherheit und zum Umgang mit Alkohol in solchen sozialen Situationen offen.
Hintergrund und Auswirkungen von Gewalt im Gesundheitswesen
Die Problematik der Gewalt im Gesundheitswesen ist nicht neu und wurde auch in einem Bericht der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege dokumentiert. Lautasu-arbeitsmedizin.com waren von 2018 bis 2022 über 7,5 % aller meldepflichtigen Arbeitsunfälle Gewaltvorfälle innerhalb der Gesundheits- und Sozialdienste. Besonders betroffen sind Pflegekräfte, die ein dreifach erhöhtes Risiko für derartige Vorfälle aufweisen. Die Analyse verdeutlicht, dass die Themen Gewalt und Übergriffe im medizinischen Sektor von großer Bedeutung sind und dringende Maßnahmen zur Prävention erforderlich machen.
Die Vorfälle im Klinikum Amstetten sind ein alarmierendes Beispiel für die Häufigkeit und die Schwere von Gewaltereignissen unter medizinischen Fachkräften, besonders in stressgeladenen Situationen, wie sie bei Weihnachtsfeiern selbstverständlich sind. Die Landesgesundheitsagentur kündigte an, dass die Ermittlungen zu den Hintergründen des Vorfalls weiterhin andauern, während gleichzeitig Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit in solchen Einrichtungen diskutiert werden sollten.