Im Jahr 2025 zeigt sich in Niederösterreich ein deutlicher Aufwärtstrend bei den Neuzulassungen von Fahrzeugen. Bis November 2025 wurden in der Region signifikante Zuwächse verzeichnet, die die Zahlen des Vorjahres übertreffen. Mit einem Plus von rund 15 Prozent bei den Neuzulassungen hebt oe24 hervor, dass Österreich insgesamt nahezu 285.000 Fahrzeuge neu zulassen konnte, was einem Anstieg von rund 12 Prozent entspricht.

Wolfgang Schirak, Obmann des Fahrzeughandels in der WKNÖ, unterstreicht die zentrale Rolle des Fahrzeugs für die Bevölkerung, insbesondere im ländlichen Raum. Er fordert zudem politische Unterstützung, um die Transformation zur Elektromobilität zu fördern, ohne die individuelle Mobilität einzuschränken.

Wachsende Zahlen der alternativen Antriebe

Die Zunahme von Hybrid- und Elektrofahrzeugen ist besonders bemerkenswert. Hybridfahrzeuge führen die Verkaufsstatistiken an, gefolgt von Benzinern und Elektrofahrzeugen. Der Anteil an Elektrofahrzeugen ist im Vergleich zum Vorjahr um etwa 46 Prozent gestiegen. Benzin-Hybridfahrzeuge konnten sogar ein Plus von rund 52 Prozent aufweisen.

Zusätzlich zu den regionalen Entwicklungen in Niederösterreich zeigen die deutschlandweiten Zulassungszahlen eine ähnliche Dynamik. Im ersten Halbjahr 2025 wurden in Deutschland 1.402.789 Pkw neu zugelassen, davon waren 793.889 Fahrzeuge (56,6 Prozent) mit alternativem Antrieb. Dies stellt einen Zuwachs von 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahr dar, berichtet KBA.

Regionale Unterschiede und Ausblick

Insbesondere Elektrofahrzeuge erfreuten sich großer Beliebtheit. Im ersten Halbjahr 2025 wurden 387.674 Neuwagen mit Elektroantrieb registriert, was 27,6 Prozent der Neuwagen ausmacht und einen Anstieg von 41,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Der Anteil der batteriebetriebenen Elektrofahrzeuge (BEV) an den Neuzulassungen betrug 17,7 Prozent.

In Bezug auf die Hersteller dominieren in Deutschland die Volkswagen-Gruppe und BMW bei den Neuzulassungen von Elektrofahrzeugen. VW bringt es auf 155.857 Neuzulassungen, gefolgt von BMW mit 147.125 und Mercedes mit 146.654. Die Importmarken Seat und Škoda zeigen ebenfalls starke Zahlen.

Die zunehmende Akzeptanz von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben stellt einen bedeutenden Schritt in Richtung einer umweltfreundlicheren Mobilität dar. Die Zukunft wird entscheidend durch geeignete Rahmenbedingungen, den Ausbau der Infrastruktur für moderne Antriebe und Technologieoffenheit geprägt werden. Schirak betont, dass hier politische Unterstützung unabdingbar ist, um die Transformation der Mobilität in Österreich voranzutreiben.

Mit dem stetigen Anstieg der Neuzulassungen und dem Fokus auf umweltfreundlichere Antriebe deutet sich ein Wendepunkt in der Automobilindustrie an, welcher sowohl im ländlichen als auch im städtischen Raum spürbar sein wird.

Weitere Einblicke in die Entwicklungen zur Elektromobilität in Deutschland liefert ein Bericht von aeemobility, der die Zulassungen nach Marken und Antriebsarten analysiert und zeigt, dass Elektrofahrzeuge und alternative Antriebe allgemein stark im Kommen sind.