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Neues Masterstudium für Friedensbildung startet in Stadtschlaining!

Die Private Pädagogische Hochschule Burgenland hat einen neuen, wegweisenden Masterlehrgang in „Friedens- und Life-Skills-Pädagogik“ ins Leben gerufen, der aufgrund der hohen Nachfrage von ursprünglich 25 auf 30 Studienplätze erweitert wurde. Der Lehrgang, der in Kooperation mit dem Österreichischen Friedensinstitut entwickelt wurde, richtet sich primär an Lehrkräfte sämtlicher Schulformen sowie Sozialarbeiterinnen. Er bietet eine einzigartige Gelegenheit für alle, die ein Bachelorstudium abgeschlossen haben, und zielt darauf ab, Kompetenzen zu fördern, die es den Teilnehmenden ermöglichen, Frieden zu stiften und Konflikte konstruktiv zu lösen. Laut Klaus Novak von der PPH Burgenland werden die Studierenden von renommierten Professorinnen aus der ganzen Welt sowie von Experten, die in der Friedens- und Konfliktbewältigung wirken, unterrichtet, wie MeinBezirk berichtete.

Am Freitag wurde der Lehrgang in der historischen Friedensburg Schlaining feierlich eröffnet, an der auch Landesrat Leonhard Schneemann teilnahm. Diese Stadt hat eine lange Tradition in der Friedensbildung und war einst Sitz der European Peace University. Der neue Masterlehrgang soll nicht nur akademisches Wissen vermitteln, sondern auch praktische Ansätze zur Lösung von Konflikten bieten. „Frieden ist nicht nur die Abwesenheit von Krieg, sondern das Resultat gezielter Bildung und gesellschaftlicher Anstrengungen“, so Schneemann. Von den 30 Studierenden kommen viele aus Österreich und Ungarn, und das große Interesse zeigt, dass die Gesellschaft ein starkes Bewusstsein für die Bedeutung von Friedenskompetenzen entwickelt hat.

Wichtige Schwerpunkte und zukünftige Entwicklungen

Ursula Gamauf-Eberhardt, Programmmanagerin am ACP, betonte die Relevanz des Studiums angesichts globaler Herausforderungen und sozialer Umbrüche, die den Frieden bedrohen. Der Lehrgang umfasst Themen wie Konfliktursachen, Gewaltprävention und Friedenserziehung und zielt darauf ab, die Teilnehmenden in ihrer Rolle als Friedensförderer zu stärken. „Das Interesse ist groß, was zeigt, dass der Bedarf gegeben ist“, ergänzte sie. Neben dem neuen Lehrgang werden auch bestehende Programme wie die „Friedenswochen“ und das „Holocaust History Project“ weiter verfolgt, um eine umfassende Bildung im Bereich der Friedenspädagogik zu gewährleisten, wie ORF Burgenland berichtete.

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Ein weiterer bedeutender Wandel steht mit der Ernennung von Tobias Lang als neuem Leiter des Österreichischen Friedenszentrums bevor. Lang, ein erfahrener Nahostexperte, plant, das ACP als internationalen Hub für praxisbezogene Friedensforschung zu etablieren. Unter seiner Leitung soll das Austria Forum for Peace 2025, das von 30. Juni bis 3. Juli stattfinden wird, an internationaler Relevanz gewinnen. Die Entwicklungen in Stadtschlaining zeigen, dass Bildung und Engagement für Frieden von entscheidender Bedeutung sind, um zukünftige Konflikte bereits in der Ausbildung anzugehen.

Ort des Geschehens


Details zur Meldung
Genauer Ort bekannt?
Stadtschlaining, Österreich
Beste Referenz
burgenland.orf.at
Weitere Quellen
meinbezirk.at

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