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In einem bemerkenswerten Schritt plant die zukünftige Regierung, die Rahmenbedingungen für Langzeitarbeitslose und Asylbewerber erheblich zu ändern. Ab dem 1. Jänner 2026 sollen neu aufgenommene geringfügig Beschäftigte zunächst auf sechs Monate befristet werden. Dies wurde im Regierungsprogramm zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit der Langzeitarbeitslosen verkündet, während die Sozialhilfe in eine "Sozialhilfe NEU" mit einem einheitlichen Tagsatz umgewandelt werden soll, der an den Ausgleichszulagen-Richtsatz gekoppelt ist, wie der Artikel von vienna.at berichtet. Zudem sind geplante Maßnahmen zur Reduzierung von Asylanträgen in Österreich vorgesehen, indem der Familiennachzug vorübergehend gestoppt wird und Rückkehrverfahrenszentren für abgelehnte Asylbewerber eingerichtet werden.
Befristete Arbeitsverträge auf dem Vormarsch
Aktuelle Daten der Bundesagentur für Arbeit zeigen, dass beinahe 38 Prozent der neuen sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungen mit befristeten Arbeitsverträgen vergeben werden. Besonders junge Menschen sind von dieser Arbeitsform betroffen; fast die Hälfte der Arbeitsverträge für Berufseinsteiger unter 25 Jahren sind befristet, so die Analyse von managerblatt.de. Befristete Verträge sind insbesondere in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit eine gängige Praxis, die für Unternehmen eine flexible Personalplanung ermöglicht. Allerdings birgt dies Risiken für die Arbeitnehmer, da急 hohe Anteile an befristeten Stellen in Branchen mit schwankender Nachfrage konzentriert sind.
Für viele Arbeitnehmer stellt sich die Frage der Entfristung und wie sie ihre Chancen auf einen unbefristeten Vertrag erhöhen können. Engagement, Weiterbildung und offene Kommunikation mit dem Arbeitgeber werden als entscheidende Faktoren genannt, um langfristige Beschäftigungsperspektiven zu schaffen. Branchen wie die Kultur- und Wissenschaftsbranche erleben eine hohe Befristungsquote, während Berufe im Bauwesen und im medizinischen Bereich weniger betroffen sind. Die Unsicherheit durch befristete Verträge stellt für viele Arbeitnehmer eine Herausforderung dar, könnte aber auch als Möglichkeit betrachtet werden, um in einem Unternehmen Fuß zu fassen.
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