In der heutigen Gemeinderatssitzung, der zweiten des Jahres 2026, wurden umfassende Pläne zur Modernisierung des Kindergartens Heilige Familie vorgestellt und einstimmig angenommen. Bürgermeisterin Elisabeth Blanik hakte dabei insbesondere auf den dringenden Handlungsbedarf hin. Das Areal, welches bislang im Eigentum der Diözese Innsbruck war, soll auf eine klare Trennung zwischen Kindergarten und Kirche hin ausgerichtet werden. Langwierige Verhandlungen mit der Pfarre und Diözese führten schließlich zur Definition einer Baurechtsfläche, die der Stadtgemeinde bis zu 65 Jahre zur Verfügung steht.

Obwohl die Baurechtsfläche in der Nutzung bei der Stadt bleibt, bleibt das gesamte Areal, einschließlich der Garage und 130 Quadratmeter, im Besitz der Diözese. Der Baurechtszins beträgt jährlich 15.000 Euro, wertgesichert. Die Stadtgemeinde übernimmt während der gesamten Laufzeit die Instandhaltungsarbeiten. Eine Zustimmung der Diözese ist erforderlich, sollte eine Umnutzung des Kindergartens angestrebt werden. Nach Ablauf der 65 Jahre muss die Einrichtung in einem betriebsfähigen Zustand zurückgegeben werden. Zudem wird die Diözese die Mehrkosten in Höhe von 82.000 Euro für die Trennung des Objekts übernehmen.

Umbaupläne und räumliche Erweiterungen

Die Umbaupläne sehen eine Erweiterung des Kindergartens zu einem zweigeschossigen Gebäude vor. Vorgesehen sind neben Gruppenräumen und Toiletten auch ein Koch- und Essbereich sowie ein Bewegungsraum mit einer Rutsche. Darüber hinaus sind 130 Quadratmeter als Puffer für eventuelle zukünftige Erweiterungen eingeplant. Die Gemeinderäte zeigten sich breit unterstützend für diese Pläne. Ein konkreter Zeitplan für den Umbau steht jedoch noch aus. Bürgermeisterin Blanik äußerte den Wunsch, so schnell wie möglich mit den Arbeiten zu beginnen. Es besteht zudem die Möglichkeit, gemeinsame Ausschreibungen mit der Kirche zu erarbeiten.

Während der Umbauphasen sind ausreichend Ausweichmöglichkeiten gewährleistet. Container und andere Kindergärten werden als Häuser zur Betreuung in Betracht gezogen, um den durchgehenden Betrieb aufrechtzuerhalten.

Betreuungsangebote und Tarife in städtischen Kindergärten

In den städtischen Kindergärten, die eine große Bedeutung in der frühen Bildung und Betreuung haben, können sich Kinder, die im laufenden Betreuungsjahr drei Jahre alt werden, um einen Platz bewerben. Die Anmeldung erfolgt über die digitale Plattform FRIDA, die eine ID Austria erfordert und vom 1. Dezember 2025 bis 31. Jänner 2026 geöffnet ist. Die Öffnungszeiten liegen von 7:00 bis 16:30 Uhr, wobei einige Kindergärten bereits um 6:30 Uhr öffnen.

Die Kosten für den Mittagstisch betragen 4,40 Euro pro Essen und die Gebühren für die Nutzung variieren je nach Betreuungsumfang. Ein neues Tarifsystem, das im September 2025 eingeführt wurde, umfasst vier unterschiedliche Betreuungstarife, die von kostenfreien Angeboten bis hin zu kostenpflichtigen Varianten reichen. Für das laufende Kindergartenjahr hat sich unter anderem die monatliche Kostenverteilung wie folgt etabliert:

Tarif Zeiten Monatliche Kosten
Tarif 1 7.00–13.00 Uhr 0 Euro
Tarif 2 7.00–15.00 Uhr 6-30 Euro, je nach Wochentagen
Tarif 3 7.00–16.30 Uhr 10,50-52,50 Euro, je nach Wochentagen
Tarif 4 6.30–18.00 Uhr 12-60 Euro, nur in erweiterten Einrichtungen

Um die notwendigen Plätze zuverlässig zu vergeben, ist eine rechtzeitige digitale Anmeldung unerlässlich. Zudem sind in den städtischen Kindergärten Informationstage geplant, bei denen interessierte Eltern am 19. und 20. November 2025 erste Eindrücke gewinnen können.

Unterstützung für frühe Bildung

Der Ausbau qualitativ hochwertiger Bildungsangebote für Kinder ist ein zentrales Ziel der Bundespolitik. Die Länder und Gemeinden arbeiten daran, elementarpädagogische Einrichtungen zu stärken, um die frühen Bildungserfolge entscheidend zu fördern. Eine Bundeszuschussvereinbarung für die Kindergartenjahre bis 2026/27 sieht eine Gesamtförderung von einer Milliarde Euro vor, wobei von jährlich 200 Millionen Euro als Zweckzuschuss gesprochen wird. Auch eine verstärkte Förderung für die frühe sprachliche Bildung sowie Verbesserungen in den Rahmenbedingungen der Kindergärten stehen im Fokus. Diese Entwicklungen zeigen das wachsende Bewusstsein für die Bedeutung der frühen Erziehung und Betreuung in Österreich.

Für weitere Informationen können Interessierte die Seiten von Dolomitenstadt, Innsbruck.gv.at und Bundeskanzleramt besuchen.