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Neuer Biathlon-Chef Sumann fordert Umbruch und bessere Leistungen!

Christoph Sumann ist seit Mittwoch der neue Spartenchef des österreichischen Biathlon-Verbands (ÖSV). Er tritt die Nachfolge von Franz Berger an und hatte bereits zuvor öffentliches Interesse an dieser wichtigen Position bekundet. Sumann sieht die Notwendigkeit eines Umbruchs im ÖSV-Biathlon, insbesondere im Männerbereich, und hat ehrgeizige Ziele für die kommenden Jahre.

Eine der ersten großen Herausforderungen für Sumann wird die Ernennung eines neuen Männer-Cheftrainers sein. Diese Aufgabe hat oberste Priorität, da der Trainingsauftakt für die neue Saison bereits am 1. Mai bevorsteht. Die Dringlichkeit ist hoch, denn hochqualitative Trainer sind aufgrund der bevorstehenden Olympiade rar. Sumann könnte Ludwig "Luggi" Gredler, den bisherigen Co-Trainer, bis zur endgültigen Entscheidung als Übergangslösung in Betracht ziehen. Auch die Möglichkeit, einen jungen, unerfahrenen Trainer aus den eigenen Reihen zu wählen, hat er bereits angedeutet.

Langfristige Ziele und Selbstreflexion

Langfristig verfolgt Sumann das Ziel, das Männer-Team bis zur Heim-WM 2028 in Hochfilzen wieder in die Top sechs der Nationenwertung zu führen. Die letzte Saison beendete Österreich auf Rang elf und verlor dadurch einen wichtigen Weltcup-Startplatz. Um dies zu ändern, plant Sumann, das "Wir-Gefühl" im Team zu stärken und die Zusammenarbeit zwischen Athleten, Trainern und Servicepersonal zu verbessern.

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Ein zentraler Punkt in Sumanns Strategie ist die Förderung einer ehrlichen Selbstreflexion der Athleten. Er kritisiert die Tendenz, äußere Umstände für schwache Leistungen verantwortlich zu machen. Ein bekanntes Materialproblem im ÖSV-Biathlon sollte dabei nicht als Ausrede dienen. Zudem hebt Sumann die Notwendigkeit hervor, die läuferischen Fähigkeiten der Männer deutlich zu verbessern.

Schwerpunkt Frauen-Team

Im Frauen-Team sind weniger Veränderungen geplant, da es sich auf einem insgesamt besseren Weg befindet. Anna Andexer wird als große Hoffnung für Erfolge angesehen, jedoch wird auch hier Geduld gefordert. Lisa Hauser, die zuletzt in einer Schweizer Trainingsgruppe trainierte, soll zurück ins ÖSV-Team geholt werden. Sumann hat zudem betont, dass Sonderbehandlungen im Training künftig der Vergangenheit angehören sollen.

Die jüngsten Veränderungen innerhalb des österreichischen Biathlonsystems folgen nach einem Trainerwechsel bei der Männer-Mannschaft. Der ÖSV hatte zuvor die Zusammenarbeit mit dem deutschen Cheftrainer Ricco Groß beendet. Diese Entscheidung wurde bereits Mitte März angekündigt und ist mittlerweile offiziell umgesetzt. Groß, der seit 2018 an der Spitze der österreichischen Biathleten stand, musste die Verantwortung für den ersten medaillenlosen Olympia-Winter für Österreich seit 2006 tragen. Sein Nachfolger wurde der Norweger Vegard Bitnes, der zuvor bereits die ÖSV-Frauen trainiert hatte.

Es liegen also spannende und herausfordernde Zeiten vor Christoph Sumann und dem gesamten ÖSV-Team. Mit dem Fokus auf kontinuierliche Verbesserungen und einem starken Teamgeist will er die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft stellen.

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