Am 17. Jänner 2026 ereignete sich ein schwerer Rodelunfall in Tirol, als eine 50-jährige Mutter aus Polen und ihr 8-jähriger Sohn auf der Rodelbahn am Rangger Köpfl unterwegs waren. Der Vorfall geschah gegen 13:45 Uhr, als die Mutter während der Abfahrt die Kontrolle über ihre Rodel verlor und über den rechten Rand der Bahn stürzte. Diese Stelle befand sich abseits der präparierten Strecke, was die Situation weiter verschärfte. Während die Mutter etwa 20 Meter über steiles Waldgelände fiel, konnte sich der Sohn zum Glück im letzten Moment von der Rodel lösen und blieb unverletzt auf der Bahn liegen.
Die Mutter blieb schwer verletzt an der Unfallstelle liegen, insbesondere im Kopfbereich. Für sie war die Situation bedrohlich, während ihr Sohn sichtlich unter dem Eindruck des Erlebten stand. Eine zufällig vorbeikommende Rettungssanitäterin leistete sofort Erste Hilfe und alarmierte die Rettungskräfte. Die Bergrettung Innsbruck und der Notarzt des Notarzthubschraubers „Martin 2“ waren rasch zur Stelle, um die medizinische Erstversorgung zu übernehmen.
Medizinische Versorgung und Rettung
Die Verletzte wurde mit einem Tau aus dem Wald geborgen und in den Schockraum der Klinik Innsbruck geflogen. Es wird berichtet, dass die Mutter keinen Helm trug, was in Anbetracht ihrer schweren Kopfverletzungen fatale Folgen haben kann. Der Vorfall wirft einmal mehr die Frage nach der Sicherheit beim Rodeln auf, insbesondere aufgrund der jüngsten Unfälle, die häufig durch das Fehlen von Schutzmaßnahmen verschärft werden.
Sicherheitsaspekte beim Rodeln
In den letzten Jahren sind Rodelunfälle in Österreich ein immer größeres Thema geworden. Laut dem KFV mussten jährlich rund 2.200 Verletzte nach Rodelunfällen im Krankenhaus behandelt werden, wobei die Mehrheit der Verletzten in den entscheidenden Momenten keinen Helm trug. Die häufigsten Unfallursachen sind Stürze, Stolpern, Springen und Kontakt mit statischen Objekten, wobei etwa 8 Prozent der Unfallopfer Kopfverletzungen erleiden.
Um das Risiko von Kopfverletzungen zu minimieren, empfehlen Experten das Tragen von Helmen. Dr. Johanna Trauner-Karner betont die Wichtigkeit von Sicherheitsmaßnahmen, um schwerwiegende Unfälle zu vermeiden. Präventionsmaßnahmen wie das Tragen winterfester Kleidung, das Überprüfen der Rodel auf Schäden und das Beachten von Sperren und Warnhinweisen sollten stets beachtet werden.
Die traurige Ereignisse am Rangger Köpfl erinnern uns daran, wie wichtig Sicherheit im Freizeitbereich ist. Der tragische Unfall verdeutlicht die Notwendigkeit, nicht nur die eigene Sicherheit, sondern auch die Sicherheit der Angehörigen und Mitmenschen immer im Blick zu behalten. Verbunden mit dieser Notwendigkeit ist die eindringliche Aufforderung, die Rodelbahnen verantwortungsbewusst zu nutzen und stets auf die Sicherheit zu achten.