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Maul- und Klauenseuche: Regionen unter strengen Kontrollen!

In Österreich werden aufgrund eines Ausbruchs der Maul- und Klauenseuche in der Slowakei und Ungarn weitreichende Maßnahmen zur Eindämmung der Tierkrankheit ergriffen. Die österreichische Regierung hat vorübergehend 23 Grenzübergänge, darunter zwei in Niederösterreich, geschlossen. Diese Entscheidung wurde in enger Abstimmung mit Behörden in Niederösterreich, Burgenland, der Landwirtschaftskammer und dem Ministerium für Land- und Forstwirtschaft getroffen. Die Landespolizeidirektionen sind dafür zuständig, die Sicherheit und Kontrolle an den Grenzübergängen zu gewährleisten, wobei an den geschlossenen Übergängen weniger Personal benötigt wird als bei regulären Kontrollen an geöffneten Übergängen. Bisher sind keine weiteren Details zu den genauen Maßnahmen an den Grenzen bekannt gegeben worden.

Seit Ende letzter Woche unterstützt die Polizei die Gesundheitsbehörden insbesondere an der slowakischen und ungarischen Grenze. Zu den Maßnahmen gehören das Anhalten von Fahrzeugen, die Überprüfung von Dokumenten und umfassende Fahrzeugkontrollen. Im Burgenland wurde zudem ein ineinandergehendes Überwachungsprogramm initiiert, das sich über die kommenden Wochen erstrecken wird. Alle 660 Betriebe im Nord- und Mittelburgenland werden in diesem Zeitraum kontrolliert.

Überwachungszonen und Kontrollen

Das Überwachungsprogramm sieht vor, dass wöchentlich in zwölf Betrieben in Deutsch Jahrndorf, Nickelsdorf, Halbturn und Mönchhof Beprobungen durchgeführt werden. Dieses Programm wird bis zum 17. Mai aufrechterhalten. Im Bezirk Neusiedl am See wurde eine Überwachungszone eingerichtet, die vier Gemeinden umfasst und aufgrund der Nähe zum ungarischen Infektionsort Levél eingerichtet wurde. In dieser Zone gilt ein Jagdverbot, um Wildtiere nicht aufzuscheuchen. Bislang waren alle Tests in der Überwachungszone negativ, doch die Tiere in den 660 Betrieben werden weiterhin auf klinische Symptome untersucht und umfassende Biosicherheitsmaßnahmen werden überprüft.

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In rund 150 der Betriebe erfolgt zudem monatliche Probenentnahme. Der Präsident der FPÖ-Bauern, Thomas Karacsony, hat sich gegen die Grenzsperren ausgesprochen und fordert stattdessen Seuchenteppiche sowie rigorose Grenzkontrollen für Lebendtiertransporte.

Zusätzliche Maßnahmen und Verordnungen

Die österreichische Regierung hat umfassende Maßnahmen zur Risikominderung erlassen, darunter ein Einfuhrverbot für lebende Tiere empfänglicher Arten wie Rinder, Schweine, Schafe und Ziegen sowie für frisches Fleisch, Rohmilch, Gülle, Mist, Jagdtrophäen und Wildfleisch aus den betroffenen Ländern. Polizei und Zoll werden für gezielte Kontrollen im grenznahen Bereich eingesetzt, um die Einhaltung dieser Verbote zu überwachen. Die sogenannte Maul- und Klauenseuche-Bekämpfungsverordnung legt klare Rahmenbedingungen für die entsprechenden Sperrzonen fest, die landwirtschaftliche Betriebe betreffen, und umfasst verstärkte Hygieneregeln sowie Einschränkungen bei Tiertransporten.

Obwohl die Maul- und Klauenseuche als hochansteckend gilt und insbesondere bei Paarhufern verheerende Folgen haben kann, haben die Gesundheitsbehörden betont, dass es bislang keine bestätigten Fälle in Österreich gibt. Menschen können sich zwar infizieren, erkranken jedoch in der Regel nicht. Gesundheitsministerien appellieren an Tierhalter, Tierärzte, Jäger und Transportunternehmen, die erforderlichen Hygienestandards einzuhalten und die Kontrolle der Situation weiterhin im Auge zu behalten.

VOL.at berichtet ausführlich über die aktuellen Entwicklungen, während Die Presse zusätzliche Informationen zu den rechtlichen Rahmenbedingungen und den bestehenden Überwachungszonen bietet.

Ort des Geschehens


Details zur Meldung
Was ist passiert?
Tierseuche
In welchen Regionen?
Slowakei, Ungarn, Niederösterreich, Burgenland, Neusiedl am See, Deutsch Jahrndorf, Nickelsdorf, Halbturn, Mönchhof
Genauer Ort bekannt?
Neusiedl am See, Österreich
Beste Referenz
vol.at

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