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Maul- und Klauenseuche: Österreichs Tierwelt in Alarmbereitschaft!

Bundesheer im Hilfseinsatz in der Slowakei: Die Maul- und Klauenseuche (MKS) breitet sich aus und zwingt die Behörden zu drastischen Maßnahmen. Der Ausbruch wurde in ungarischem Levél, nur 14 Kilometer von Nickelsdorf, gemeldet, wo knapp 3000 Rinder gekeult werden müssen. Diese höchst ansteckende Tierseuche, die in Europa seit 1991 für ausgerottet gehalten wurde, stellt eine ernsthafte Bedrohung für die Tierhaltung dar. Die Krone berichtet, dass Kadaver in einem Massengrab vergraben werden, was das Risiko einer Grundwasserverunreinigung birgt.

Als Reaktion auf den Ausbruch wurden in Österreich ab Mittwochabend kleinere Grenzübergänge geschlossen. In der Slowakei haben die Behörden bereits tausende Klauentiere getötet. Ein strengerer Schutz besteht darin, dass bei einem bestätigten Fall alle Tiere im Umkreis von drei Kilometern ebenfalls gekeult werden müssen. Das Innenministerium verfolgt mit einem umfassenden Überwachungsprogramm alle potenziellen Infektionsorte.

Überwachungs- und Kontrollmaßnahmen

Eine großangelegte Überwachung ist angelaufen, speziell in den Bezirken Neusiedl am See, Eisenstadt, Eisenstadt-Umgebung, Mattersburg und Oberpullendorf. Wöchentliche Tests in Gemeinden wie Deutsch Jahrndorf, Nickelsdorf, Halbturn und Mönchhof haben bisher keine Infektionen bestätigt. Dennoch bleibt das Risiko hoch, weswegen für mehrere Gemeinden ein Jagdverbot ausgesprochen wurde, um Wildtiere nicht zu stören und die Virusverbreitung zu minimieren.

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Die eingeschränkten Oberflächen bei Betrieben in den Überwachungszonen erfordern besondere Biosicherheitsmaßnahmen. Landwirte müssen Vorkehrungen treffen, um den Kontakt zu Wildtieren zu vermeiden und sind verpflichtet, jegliche Krankheitsfälle umgehend der Veterinärbehörde zu melden. Zusätzlich müssen Aufzeichnungen über alle Personen geführt werden, die Betriebsbesuche durchführen.

Wirtschaftliche Auswirkungen und Versicherungsmaßnahmen

In Anbetracht der schwerwiegenden wirtschaftlichen Folgen des Ausbruchs empfehlen Experten, Tierversicherungen abzuschließen, um mögliche nackte Schäden abzufedern. Versicherungen wie die Österreichische Hagelversicherung bieten Entschädigungen für Verluste an, die nicht direkt von den Behörden gedeckt sind, insbesondere in Schutz- und Überwachungszonen. lko.at weist darauf hin, dass die Entschädigungen variieren können und es ratsam ist, Tierversicherungen in Regionen außerhalb von Sperrzonen abzuschließen.

Bei amtlich angeordneter Keulung erhalten betroffene Betriebe eine Entschädigung durch den Bund, gemäß dem Tiergesundheitsgesetz. Indirekte wirtschaftliche Einbußen, wie Preisverfall und Leerstände, fallen jedoch nicht unter die hoheitlichen Übernahmen. Daher sollten Unternehmer private Absicherungen in Betracht ziehen.

Zukunftsausblick und Maßnahmenfortschritt

Die Überwachungs- und Sperrzonen bleiben bis zum 17. Mai bestehen. Maßnahmen zur Vermeidung von Einschleppungen des Virus umfassen Biosicherheitsstrategien, Betriebskontrollen sowie ein Einfuhrverbot für Tiere und frische Fleischprodukte. noe.lko.at hebt hervor, dass auch Einschränkungen beim Handel und Transport von lebenden Tieren innerhalb und außerhalb der Zonen gelten.

Das Augenmerk der Behörden bleibt darauf gerichtet, die Seuchensituation unter Kontrolle zu halten und die Tierbestände zu schützen. Mit den laufenden Tests und umfassenden Sicherheitsmaßnahmen hoffen die Verantwortlichen, einen weiteren Ausbruch zu verhindern und die Tierhaltung in Österreich zu stabilisieren.

Ort des Geschehens


Details zur Meldung
Was ist passiert?
Umwelt
In welchen Regionen?
Slowakei, ungarisches Levél, Nickelsdorf, Deutsch Jahrndorf, Halbturn, Mönchhof, Neusiedl am See, Eisenstadt, Eisenstadt-Umgebung, Mattersburg, Oberpullendorf, Bruck an der Leitha, Au am Leithaberge, Bad Deutsch-Altenburg, Berg, Enzersdorf an der Fischa, Göttlesbrunn-Arbesthal, Götzendorf an der Leitha, Hainburg a.d. Donau, Haslau-Maria Ellend, Höflein, Hof am Leithaberge, Hundsheim, Mannersdorf am Leithagebirge, Petronell-Carnuntum, Prellenkirchen, Rohrau, Scharndorf, Sommerein, Trautmannsdorf an der Leitha, Wolfsthal, Ebergassing, Fischamend, Klein-Neusiedl, Schwadorf
Genauer Ort bekannt?
Nickelsdorf, Österreich
Ursache
Maul- und Klauenseuche
Beste Referenz
krone.at
Weitere Quellen
lko.at

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