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Maul- und Klauenseuche: 24 Grenzen in Österreich vorübergehend dicht!

Heute haben die österreichischen Behörden als Reaktion auf einen Ausbruch der Maul- und Klauenseuche (MKS) in der Slowakei und Ungarn drastische Maßnahmen ergriffen. Um Mitternacht am 5. April 2025 wurden 24 kleinere Grenzübergänge im Burgenland und Niederösterreich geschlossen. Diese Entscheidung wurde vom Innenministerium getroffen und durch die Landespolizeidirektionen umgesetzt, die technische Sperren einrichteten und Polizeikräfte zur Kontrolle einsetzten. Die vorläufige Schließung der Grenzen wird bis zum 20. Mai 2025 aufrechterhalten.

Die Maßnahmen wurden als notwendig erachtet, um die Verbreitung der hochansteckenden Virusinfektion, die Klauentiere wie Rinder, Schafe, Ziegen und Schweine, aber auch Zoo- und Wildtiere betrifft, zu verhindern. MKS ist weltweit verbreitet, jedoch für den Menschen ungefährlich. In Deutschland war die Seuche seit 1988 nicht mehr aufgetreten, bis am 10. Januar 2025 ein Fall bei Wasserbüffeln im Landkreis Märkisch-Oderland, Brandenburg, bestätigt wurde. Trotz umfangreicher Beprobungen wurden keine weiteren Fälle festgestellt, was auf erfolgreiche containment Maßnahmen hindeutet.

Verstärkte Kontrollen an Grenzen

Um die Situation zu überwachen, kommen verstärkte Kontrollen an den offenen Grenzübergängen zu Ungarn und der Slowakei zum Einsatz. Die Polizei führt umfassende Kontrollen von Fahrzeugen durch und überprüft relevante Dokumente, um mögliche Infektionsrisiken zu minimieren. Besondere Aufmerksamkeit liegt auf dem Transport von Tieren und deren Erzeugnissen, da die MKS schwerwiegende wirtschaftliche Auswirkungen haben kann.

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Zusätzlich zu den Maßnahmen in Österreich werden in Brandenburg und Berlin Sperrzonen und ein "Stand Still" für Klauentiere aufrechterhalten, um die Ausbreitung der Seuche zu verhindern. Die entsprechenden Behörden haben auch Beratungen in der Bund-Länder Task Force Tierseuchenbekämpfung einberufen und einen zentralen Krisenstab gegründet, um das Vorgehen zu koordinieren. Am 15. Januar 2025 fand zudem eine Sondersitzung des zuständigen Ausschusses im Bundestag statt, um die Lage zu besprechen und geeignete Strategien zu entwickeln.

Aktuelle Situation in Ungarn

Am Anfang März 2025 wurde MKS erstmals seit 1973 in einem Rinderbetrieb im Nordwesten Ungarns nachgewiesen. Es gibt bisher keine Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen diesem Ausbruch und dem Fall in Brandenburg. Die EU-Kommission hat mögliche Maßnahmen zur Bekämpfung der Seuche festgelegt. Am 11. Februar 2025 wurde das Vorgehen bezüglich tiergesundheitlicher Sperrzonen aktualisiert, und ab dem 24. Februar 2025 gelten bestimmte Überwachungsmaßnahmen in einer neuen "Containment Zone".

Obwohl der MKS-Freiheitsstatus für den größten Teil Deutschlands am 12. März 2025 wiederhergestellt wurde, bleibt dieser für die "Containment Zone" bis zum 11. April 2025 ausgesetzt. Die zuständigen Behörden haben ein umfassendes Dossier bei der Weltorganisation für Tiergesundheit (WOAH) eingereicht, um die Anerkennung dieser Zone zu ermöglichen.

Die Entwicklungen rund um MKS werfen ein Schlaglicht auf die Notwendigkeit effektiver tierseuchenrechtlicher Maßnahmen sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene. Da MKS in der Vergangenheit als ernstzunehmendes Risiko für die Landwirtschaft galt, berücksichtigen die Behörden alle Schritte, um eine weitere Ausbreitung der Seuche zu verhindern.

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Landkreis Märkisch-Oderland, Brandenburg, Deutschland
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Ausbruch der Maul- und Klauenseuche
Beste Referenz
5min.at

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