Ende Oktober 2025 ereignete sich ein besorgniserregender Vorfall, als ein Airbus A320 von JetBlue, auf dem Flug 1230 von Cancún nach Newark, abrupt an Höhe verlor. Die Situation führte zu einem massiven Kontrollverlust, der die Piloten über vier bis fünf Sekunden in Schockstarre versetzte, bevor der Autopilot die Maschine stabilisieren konnte. Mehrere Passagiere erlitten Verletzungen, und der Airbus musste in Tampa notlanden, während einige Reisende ins Krankenhaus gebracht wurden. Dieser Vorfall wurde in der internationalen Datenbank Aviation Safety Network dokumentiert und löste eine umfassende Reaktion seitens Airbus und der Luftfahrtbehörden weltweit aus. Laut exxpress.at könnte eine solar-ausgelöste Partikelwelle die Fehlfunktion im Bordcomputer des Flugzeugs verursacht haben, da die Sonnenaktivität an diesem Tag stark erhöht war.
Infolge des Vorfalls gab Airbus eine dringende Empfehlung heraus, die betroffenen Maschinen bis zum Abschluss eines Software-Updates am Boden zu lassen. Dies betraf praktisch die gesamte A320-Familie, was mehr als 6.000 Flugzeuge weltweit umfasste. Die Softwarepanne führte zu massiven globalen Flugplanänderungen, und zahlreiche Airlines mussten Hunderte von Verbindungen streichen oder verschieben. Größere Fluggesellschaften wie American Airlines, United, Lufthansa, Wizz Air und Air India meldeten, dass sie die erforderlichen Updates bis Samstagmorgen weitgehend implementieren konnten. In anderen Regionen, insbesondere in Kolumbien bei Avianca, war die Lage krisenhaft. Hier wurden rund 70 Prozent der Flotte aus dem Verkehr gezogen, und der Ticketverkauf wurde bis zum 8. Dezember gestoppt. Auf den Philippinen stornierte Philippine Airlines über 40 Flüge.
Globale Auswirkungen der Software-Panne
Die Probleme mit der Software führten weltweit zu kurzfristigen Unterbrechungen. Fluggesellschaften berichteten von massiven logistischen Herausforderungen aufgrund der technischen Anpassungen, die notwendig waren, um den Sicherheitsstandards zu entsprechen. Airbus stellte fest, dass intensive Sonnenstrahlung kritische Flugdaten am A320 gefährden kann. Sowohl die FAA als auch die Europäische Union für Luftsicherheit forderten daher ein Software-Update. In den USA waren über 500 registrierte Flugzeuge betroffen, wobei American Airlines mit etwa 480 A320-Familienflugzeugen und Delta mit weniger als 50 A321neo-Flugzeugen in den Fokus gerieten. Die EU hingegen meldete, dass der normale Betrieb an den Flughäfen zurückgekehrt sei, nachdem die Updates installiert worden waren.
Airbus bestätigte, dass die meisten der 6.000 A320-Familienflugzeuge nach den Softwareupdates wieder im Einsatz sind und entschuldigte sich für die Störungen, die entstanden sind. Ein Alert Operators Transmission (AOT) wurde am 28. November für die gesamte A320-Familie herausgegeben, um auf die Gefahr durch solare Strahlung hinzuweisen. Während viele Fluggesellschaften die Software schnell implementieren konnten, wie beispielsweise Air France und EasyJet, waren bei anderen, wie Jetstar in Australien, zahlreiche Flüge betroffen, bevor der normale Betrieb wiederaufgenommen werden konnte.
Langfristige Sicherheitsmaßnahmen
Airbus ist bereits damit beschäftigt, mit seinen Kunden zusammenzuarbeiten, um die verbleibenden betroffenen Flugzeuge zu modifizieren. Insbesondere rund 900 ältere Flugzeuge müssen vollständige Flugcomputer ersetzt bekommen. Das Unternehmen betont, dass der Vorfall die Auswirkungen von Weltraumwetterphänomenen auf die Avionik in großen Höhen verdeutlicht hat. Airbus CEO Guillaume Faury äußerte sich zu den logistischen Herausforderungen und versicherte, dass das Wohlergehen der Passagiere stets an erster Stelle stehe. Airlines wie Lufthansa gaben bekannt, dass sie die meisten Updates bereits abgeschlossen haben und keine weiteren Stornierungen erwarten. In Japan sahen sich All Nippon Airways mit der Stornierung von 65 Inlandsflügen aufgrund des Softwarewechsels konfrontiert, während Hawaiian Airlines von dem Problem nicht betroffen war, sodass sie ihren Betrieb reibungslos fortsetzen konnten.