Am 18. Oktober 2025 betonte der Generalsekretär der Volkspartei, Nico Marchetti, die zentrale Bedeutung von Strukturreformen im Gesundheitsbereich für einen nachhaltigen Aufschwung in Österreich. Laut OTS sollten Reformen und eine mögliche Kompetenzverschiebung im Gesundheitswesen dem Wohle der Patienten dienen. Marchetti äußerte sich offen für eine Übernahme der Gesundheitskompetenzen auf Bundesebene, sofern dies von den Bundesländern als effizienter erachtet wird.
Er stellte zudem fest, dass der Reformwille in den Ländern eine solide Grundlage für zukünftige Maßnahmen bildet. Auch die Diskussion über die Entflechtung der Kompetenzen im Bildungsbereich ist ein wichtiger Punkt, der im Sinne der Schülerinnen und Schüler vorangetrieben werden soll. Vor diesem Hintergrund wird deutlich, dass eine umfassende Reformbereitschaft in der Gesellschaft proven und notwendig ist.
Herausforderungen im Gesundheitswesen
Warken betonte die Herausforderungen, die ineffiziente Strukturen, fehlende Nachhaltigkeit in der Finanzierung und ein Übermaß an Bürokratie darstellen. Ihr Ziel ist es, eine gute, bedarfsgerechte und bezahlbare Gesundheitsversorgung zu gewährleisten. Dazu plant sie die Weiterentwicklung der Krankenhausreform sowie Maßnahmen zur Digitalisierung im Gesundheitswesen. Insbesondere soll die Notfallversorgung optimiert und die Patientensteuerung in der ambulanten Versorgung verbessert werden.
Politische Reaktionen und Reformen
Die Regierung sieht sich jedoch auch kritischer Stimmen gegenüber. AfD-Gesundheitspolitiker Martin Sichert beanstandete die Misswirtschaft im Gesundheitssystem und wies auf die mangelhafte Verfügbarkeit von Hausärzten sowie lange Wartezeiten auf Facharzttermine hin. SPD-Politikerin Dagmar Schmidt fordert einen gleichen Zugang zur Gesundheitsversorgung und warnt vor Einschnitten bei den Leistungen. Die Grünen fordern eine Finanzspritze von 800 Millionen Euro für die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) und betonen die Notwendigkeit tiefgreifender Strukturreformen.
Im Kontext des deutschen Gesundheitssystems müssen auch die demografischen Veränderungen und der Finanzierungsbedarf berücksichtigt werden. Nach Angaben von Wirtschaftsdienst stehen gesetzgeberische Initiativen wie die Krankenhausreform, das Digitalisierungsgesetz und das Notfallversorgungsgesetz auf der Agenda. Diese Reformen sollen dazu beitragen, einen nachhaltigen, effizienten und patientenorientierten Gesundheitssektor zu schaffen.
Zusammenfassend zeigt sich, dass sowohl in Österreich als auch in Deutschland umfassende Reformen notwendig sind, um den Herausforderungen des Gesundheitswesens gewachsen zu sein. Der Reformprozess sollte strategisch angegangen werden, um qualitativ hochwertige und gleichzeitig bezahlbare Gesundheitsversorgung für alle Bürger sicherzustellen.