Im Rahmen der Olympischen Winterspiele in Antholz hat die italienische Biathletin Lisa Vittozzi am 15. Februar 2026 mit einer beeindruckenden Leistung die Goldmedaille in der 10-km-Verfolgung gewonnen. Vittozzi, die im Sprintrennen bereits als Fünfte ins Ziel kam, blieb im Verfolgungsrennen fehlerfrei und setzte sich mit einem Vorsprung von 28,8 Sekunden vor der Norwegerin Maren Kirkeeide durch, die drei Strafrunden absolvieren musste. Die Finnin Suvi Minkkinen folgte mit einem Rückstand von 34,4 Sekunden. Damit komplettiert Vittozzi ihren Medaillensatz bei den Olympischen Spielen mit Gold, Silber und Bronze, was ihre herausragende Karriere unterstreicht.
Im gleichen Wettbewerb konnten die österreichischen Athletinnen Anna Andexer, Lisa Hauser und Anna Gandler nicht auf das Podium gelangen. Andexer, die im Sprint den 9. Platz belegte, fiel aufgrund eines Fehlers beim ersten Schuss auf den 21. Platz zurück. Hauser erreichte den 29. Platz mit zwei Fehlern im Liegendschießen und drei weiteren im Stehendschießen, während Gandler, die beim Sprint als 32. ins Rennen ging, ebenfalls auf den 30. Platz zurückfiel.
Kontext und weitere Wettbewerbe
Die bevorstehenden Wettbewerbe beinhalten die Staffeln, wobei die Männer am Dienstag und die Frauen am Mittwoch antreten werden. Für die Massenstartrennen, die am Freitag für die Männer und am Samstag für die Frauen stattfinden, sind Andexer und Hauser gemeldet, während die Männer-Massenstart ohne österreichische Teilnehmer stattfinden wird.
Die Biathlonszene wird in diesem Jahr von weiteren spannenden Ereignissen geprägt. Neben dem erfolgreichen Tag für Vittozzi gab es auch Rückschläge für einige andere Athleten, wie die deutsche Biathletin Franziska Preuß, die im Verfolgungsrennen den sechsten Platz belegte, ohne eine Medaille zu gewinnen.
Doping und nachträgliche Medaillen
Ein weiterer Aspekt, der die Olympia-Gemeinschaft bewegt, ist die nachträgliche Vergabe von Goldmedaillen an die deutschen Biathleten, die 2014 in Sotschi aufgrund der Disqualifikation der russischen Staffel ihre Medaille nicht erhalten hatten. Der Prozess von Dopingvorwürfen dauerte über vier Jahre und belastete die sportliche Fairness erheblich. Welt berichtet, dass die Medaillenübergabe im feierlichen Rahmen der aktuellen Spiele stattfand, was den vier Athleten eine späte Genugtuung verschaffte und die Diskussion über Fairness und Gerechtigkeit im Sport neu entfachte.
In den weiteren Wettkämpfen, wie dem Snowboardcross, ging es für die Athleten ebenfalls nicht ohne Schwierigkeiten zu. Sportschau berichtet, dass die deutschen Snowboarder Leon Ulbricht und Jana Fischer im Halbfinale scheiterten, während Laura Nolte im Monobob auf Goldkurs war und derzeit eine vielversprechende Position innehat.