Am 5. Februar 2026 wird an einen denkwürdigen Moment erinnert, der vor genau zwölf Jahren in der Stadt Lienz stattfand. Am 31. Jänner 2014 fiel in der Region eine erhebliche Menge Schnee – etwa ein Meter binnen weniger Stunden. Diese extreme Wetterlage stellte die Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt vor große Herausforderungen. Die Redaktion von Dolomitenstadt befand sich damals noch in der Peggetz und organisierte eine Besprechung zur Berichterstattung über das ungewöhnliche Wetter, um die Öffentlichkeit aktiv in die Berichterstattung einzubeziehen.
Im Zuge dieser Aktion wurden die Leser:innen per E-Mail aufgefordert, „Schneefotos“ zuzusenden. Das Ergebnis dieser Initiative war nicht nur eindrucksvoll, sondern auch bewegend. Die Vielzahl der eingereichten Bilder spiegelte das stimmungsvolle, doch auch bedrängende Schneeszenario wider. Der Kameramann Peter Werlberger drehte daraufhin ein Video mit dem Titel „Lienz schaufelt! Snow in the City“, das sich schnell großer Beliebtheit erfreute: Es wurde mehr als 80.000 Mal aufgerufen, was die gute Laune der Zuschauer offenbarte, die sich an den Aufnahmen erfreuten.
Ein tragisches Ereignis
Leider war die Freude über den Schnee nicht ungetrübt. In den folgenden Monaten, konkret im Februar und März 2014, ereigneten sich zwei tragische Todesfälle, die die Besorgnis über das extreme Schneewetter in der Region verstärkten. Diese Vorfälle führten dazu, dass sowohl lokale als auch überregionale Medien intensiver über die Gefahren extremer Wetterlagen berichteten.
Das Wetterphänomen von 2014 ist nicht nur eine lokale Erinnerung, sondern steht exemplarisch für zunehmende Wetterextreme, die in den letzten Jahren weltweit beobachtet werden. Diese Veränderungen sind häufig das Ergebnis klimatischer Verschiebungen. Eine Analyse der Schneeentwicklung in Österreich zeigt, dass Wetterstationen, die seit über vier Jahrzehnten Schneemengen messen, zunehmend schwankende Werte erfassen. Für die Datenauswertung wurden nur Stationen berücksichtigt, die verlässliche Daten seit 1957 liefern. Hierbei ist es wichtig zu beachten, dass Schneedeckentage stetig abgenommen haben, was auf die Auswirkungen des Klimawandels hinweist.
Fakten zur Schneeentwicklung
Das Klimadashboard liefert wichtige Daten zu den Veränderungen der Schneehöhe und Schneedeckentage. Für die Visualisierungen werden Wetterstationen herangezogen, die in mindestens 90 % der Jahre vollständige Daten liefern. Solche Informationen sind entscheidend für das Verständnis zukünftiger Schnee- und Eisbedingungen in Österreich.
Im August 2024 hatte das Klimadashboard eine Dokumentation zur „Gletscherschmelze in Österreich“ veröffentlicht, die weitere Einblicke in die klimatischen Veränderungen bereitstellte. Diese Themen sind Teil einer breiteren Diskussion über die Zukunft der Schneedecken in den Alpen und stellen die Frage, wie sich diese Veränderungen auf den Tourismus und die Natur auswirken werden.
Die Ereignisse von 2014 und die aktuellen klimatischen Entwicklungen fordern uns alle auf, die Auswirkungen des Wetters und die Bedeutung des Klimawandels in unserem täglichen Leben genauer zu betrachten und aktiv zu handeln.