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Legendärer Motorsportjournalist Helmut Zwickl mit 85 Jahren verstorben

Der österreichische Motorsportjournalist Helmut Zwickl ist im Alter von 85 Jahren verstorben. Sein Tod ereignete sich im Kreise seiner Familie, wie die Facebook-Seite der Ennstal-Classic bestätigte. Zwickl, der einst als Drogist und Chemiker in einer Farbenfabrik tätig war, entwickelte früh eine Leidenschaft für den Motorsport, die ihn letztlich dazu brachte, seine Karriere als Journalist zu beginnen. 1960 startete er seine schriftstellerische Laufbahn und wurde schnell zu einer Schlüsselfigur in der Motorsportberichterstattung.

Eine Legende der Motorsportberichterstattung

Helmut Zwickl war nicht nur ein herausragender Journalist, sondern auch ein Pionier der Formel-1-Berichterstattung in Österreich. Er erlangte eine lebenslange Akkreditierung von der FIA, und seine Berichterstattung über Formel 1 umspannte beeindruckende 560 Grands Prix, beginnend mit dem ersten Rennen in Monaco 1963. Seine Fähigkeit, die Leser in die Welt des Motorsports mitzunehmen, wurde von vielen geschätzt und machte ihn zu einem der gefragtesten Reporter im Paddock, wie Mario Andretti es schätzend formulierte. Zwickl war bekannt für seinen sogenannten „Wiener Schmäh“ und seine Schlagfertigkeit, die ihm half, tiefere Einblicke und Beziehungen zu den großen Namen des Sports zu entwickeln, darunter Niki Lauda und Nigel Mansell.

Die Anfänge seiner Karriere waren bemerkenswert, da sie mit dem Schreiben eines Wildwestromans begannen. Obwohl dieser ihm nicht den Erfolg brachte, den er erhoffte, zeigte er schnell Talent und Leidenschaft für das Journalismus-Handwerk. Seine ersten Artikel verfasste er für den KURIER und öffentlichte danach diverse Bücher über die Motorsportlegende Jochen Rindt sowie über die aufregende Zeit des Motorsports in den 70er Jahren. Helmut Zwickls Einfluss war nicht nur auf die Berichterstattung beschränkt; er war auch maßgeblich daran beteiligt, den Wert und die Bedeutung von Motorsport für österreichische Zeitungen zu steigern, was durch die Eröffnung neuer Rennstrecken wie dem Österreichring und dem Salzburgring reflektiert wurde.

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Sein Tod hinterlässt eine große Lücke in der Motorsportwelt. Die Erinnerungen, die er festgehalten hat, sowohl in seinen Artikeln als auch in seinem Buch "Damals – Als Sex noch sicher und die Formel 1 gefährlich war", werden weiterhin für zukünftige Generationen von Journalisten und Motorsportfans von Bedeutung sein, um die aufregenden Geschichten und die Dynamik des Motorsports zu verstehen.

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Wien, Österreich
Beste Referenz
oe24.at
Weitere Quellen
speedweek.com

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