Im Wiener Gesundheitsverbund stehen für unheilbar erkrankte Menschen 40 palliativmedizinische Betten zur Verfügung. Diese sind aufgeteilt auf die Kliniken Hietzing und Ottakring sowie das Allgemeine Krankenhaus (AKH). Im Jahr 2025 konnten hier 770 Patient*innen betreut werden. In interdisziplinären Teams, bestehend aus speziell geschulten Pflegekräften, Ärzt*innen und Therapeut*innen, wird eine umfassende medizinische, pflegerische und psychosoziale Betreuung gewährleistet. Ziel der Palliativmedizin ist die Linderung von Beschwerden und die Erhaltung der Lebensqualität, ein Aspekt, der häufig mit dem Sterben assoziiert wird, jedoch nicht die einzige Zielsetzung darstellt. Die Palliativversorgung kann sogar parallel zu onkologischen, lebensverlängernden Therapien erfolgen.

Ein wichtiger Aspekt ist die Voraussetzung für die Aufnahme in die Palliativversorgung, welche eine nicht heilbare Erkrankung darstellt. Von den Patient*innen leiden 78 % an unheilbaren onkologischen Erkrankungen, während andere an schweren chronischen Krankheiten wie neurologischen Erkrankungen oder Herzinsuffizienz leiden. Die größte Patient*innengruppe umfasst Personen im Alter zwischen 70 und 89 Jahren, bei denen etwa 40 % der entsprechenden Patient*innen zu finden sind, während etwa 10 % unter 60 Jahre alt sind.

Betreuung und individuelle Ansprüche

Die Behandlung erfolgt in einem multiprofessionellen Team mit insgesamt 18 Fachkräften, die täglich interdisziplinäre Visiten zur Fallbesprechung abhalten. Dabei sind sowohl medizinische als auch persönliche Bedürfnisse wichtig, denn Autonomie und individuelle Wünsche der Patient*innen stehen im Vordergrund. Angehörige können jederzeit zu Besuch kommen und sogar im Zimmer übernachten, was eine familiäre Atmosphäre schafft. Die Aufenthaltsdauer auf Palliativstationen liegt in der Regel zwischen 14 und 20 Tagen, wobei rund 50 % der Patient*innen in dieser Zeit versterben.

Auf den palliativmedizinischen Stationen in den Kliniken Hietzing und Ottakring wird nicht nur die medizinische, sondern auch die ethische Dimension der Pflege fokussiert, da ethische Fragestellungen am Lebensende Teil des Alltags in der Palliativversorgung sind. Um die Lebensqualität in der Palliativmedizin weiter zu steigern, gibt es zahlreiche Forschungsansätze.

Forschung zur Lebensqualität am Lebensende

Ein zentrales Thema in der Palliativmedizin ist die Erforschung der Lebensqualität am Lebensende. Hierbei werden verschiedene etablierte Fragebögen eingesetzt, um Aspekte wie allgemeine Lebensqualität, Demoralisierung, Depression und Angst sowie Hoffnung und Spiritualität zu erfassen. Studien wie die von Mai et al. (2021) untersuchen die Machbarkeit und den Nutzen der sequentiellen Anwendung von Fragebögen in der Palliativmedizin. Diese Studie mit dem Titel „Sequential use of the Demoralization Scale in palliative care: feasibility, strain, and personal benefits of participation for patients at the end of life“ wurde in der Fachzeitschrift *Support Care Cancer* veröffentlicht. Eine weitere bedeutende Studie von Mai et al. (2018) betrachtet, ob wiederholte Selbstauskünfte über psychologische Variablen für Patienten, die sich am Lebensende befinden, umsetzbar sind.

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Insgesamt zeigt sich, dass der Bereich der Palliativmedizin in Wien durch spezialisierte Unterstützung und kontinuierliche Forschung geprägt ist, was zu einer Verbesserung der Lebensqualität unheilbar erkrankter Menschen beiträgt. Dies wurde auch von presse.wien.gv.at und der unimedizin-mainz.de eingehend dokumentiert.