
Die Preise für Lebensmittel haben ein alarmierendes Niveau erreicht, das Verbraucherinnen und Verbraucher stark belastet. Laut 5min.at sind die Kosten für Lebensmittel im Durchschnitt um fast 11 Prozent gestiegen, was den Einkaufskorb für 40 gängige Produkte auf fast 81 Euro anhebt. Im Vergleich dazu lag der Preis im März 2024 bei 73,27 Euro, was eine deutliche finanzielle Mehrbelastung bedeutet. Besorgniserregend ist, dass seit der Teuerungswelle im September 2021 fast alle Produkte teurer wurden, mit Ausnahme von Flüssigwaschmitteln.
Eine aktuelle Erhebung zeigt, dass 23 von 40 Lebensmitteln teils drastische Preisanstiege verzeichnet haben, wie beispielsweise Bohnenkaffee, dessen Preis um 126 Prozent gestiegen ist, oder Orangensaft mit einer Steigerung von 142 Prozent. Dagegen konnten 12 Produkte, darunter Kartoffeln, um bis zu 30 Prozent günstiger angeboten werden. Lediglich fünf Produkte blieben im Preis stabil, hierzu zählen unter anderem Mehl und passierte Tomaten. Diese Entwicklungen betreffen besonders Menschen mit geringem Einkommen, Familien sowie ältere und jüngere Menschen, wie die Arbeiterkammer Wien berichtet.
Preisanstiege im Detail
- Orangensaft: +142%
- Bohnenkaffee: +126%
- Penne-Nudeln: +97%
- Mehl: +88%
- Vollmilchschokolade: +80%
- Teebutter: +81%
Die Preisanstiege sind nicht nur ein Phänomen in Österreich. Wie Tagesschau.de berichtet, spüren Verbraucher in vielen Ländern eine ähnliche Erhöhung der Lebensmittelpreise. Seit 2020 sind diese Preise um fast ein Drittel gestiegen, während bestimmte Artikel, wie Zucker und Getreide, sogar einen Anstieg von 80 Prozent bzw. 50 Prozent verzeichnen.
Ein weiterer Faktor, der zu den erhöhten Preisen beiträgt, sind Ernteausfälle, die sich auf die weltweite Lebensmittelproduktion auswirken. Speziell Olivenölpreise haben sich zwischen 2020 und 2024 mehr als verdoppelt, was teilweise auf extreme Trockenheit und die damit verbundene Verringerung der Ernte zurückzuführen ist. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zwingen Verbraucher dazu, sich kontinuierlich mit steigenden Preisen auseinanderzusetzen.
Die Arbeiterkammer Wien hat in einer Analyse die Preisentwicklung in verschiedenen Supermärkten beobachtet. Im Vergleich zu Diskontern war der Einkaufswagen in Supermärkten im Durchschnitt teurer. Diese Preissteigerungen werfen nicht nur Fragen zur Alltagstauglichkeit des Einkaufens auf, sondern hinterlassen auch die Hoffnung auf schnellere Stabilisierung in einer sich verändernden Wirtschaftslage.
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