Am 7. Februar 2026 ereignete sich ein erfreuliches Ereignis für zwei Skitourengeher im Raum Salzburg, die in einer gefährlichen Lage durch einen Lawinenabgang in der Plattenspitze verschont blieben. Wie 5min.at berichtet, lösten die beiden Männer beim Aufstieg im NO-Hang der Plattenspitze eine Lawine aus, die eine Breite von etwa 100 Metern und einen Abriss von 20 cm hatte. Bei dem Vorfall hörten die Tourengeher auf rund 2250 Metern Höhe ein „Wummgeräusch“ und entschieden sich zunächst, weiter zum Gipfel zu steigen, bevor sie die Einsatzkräfte informierten.

Obwohl einer der Männer teilweise verschüttet wurde, konnte er sich dank seines Airbags an der Oberfläche halten und blieb somit unverletzt. Der zweite Skitourengeher hatte während des Vorfalls einen Ski verloren. Nach dem Ereignis wurden beide von der Polizei nach Obertauern ausgeflogen, wo ihr Auto geparkt war. Am selben Tag kam es im lungauer Gebiet zu weiteren Lawinenereignissen, jedoch ohne Verletzte.

Gefahren von Lawinen und Risikoprävention

Lawinen zählen zu den gefährlichsten Naturgefahren in Gebirgen. Jährlich kommen weltweit Menschen in Lawinen ums Leben oder werden verletzt. In Europa ereignen sich jährlich zwischen 150 und 200 tödliche Lawinenunfälle, während in Österreich rund 25 bis 30 Opfer pro Jahr zu beklagen sind, abhängig von Wetter- und Schneeverhältnissen, wie anderswandern.de herausstellt. 70 bis 80 % der Lawinentoten sind Freizeitsportler, darunter die häufigsten Unfallgruppen Skitourengeher und Freerider, die abseits gesicherter Pisten unterwegs sind.

Die Unfallrisiken sind besonders hoch zwischen Dezember und März, besonders nach starkem Schneefall oder Temperaturschwankungen. Natürliche Auslöser sowie menschliches Verhalten, wie die Unterschätzung der Schneelage, führen häufig zu Lawinenunfällen. Tatsächlich werden 90 % der Lawinen im freien Gelände von Menschen selbst ausgelöst.

Wichtigkeit der Sicherheitsausrüstung

Zur Vermeidung von Lawinenunfällen sind präventive Maßnahmen sowie die richtige Ausrüstung entscheidend. Laut dem Deutschen Alpenverein (alpenverein.de) sind essentielle Ausrüstungsgegenstände ein LVS-Gerät, eine Sonde und eine Schaufel. Die schnelle Rettung der Verschütteten ist entscheidend, da die Überlebenschancen in den ersten 15 Minuten bei über 90 % liegen, wenn die richtige Hilfe verfügbar ist.

Zusätzlich kann eine Lawinen-Airbag-Ausrüstung die Überlebenschancen erhöhen, sie bietet jedoch keinen absoluten Schutz. Christoph Hummel von der DAV-Sicherheitsforschung hebt hervor, dass unbedingt weiterer Aufklärungs- und Schulungsbedarf besteht hinsichtlich der richtigen Handhabung der Sicherheitsausrüstung und den Gefahren im Gebirge.

Ein wesentliches Planungstool für Wintersportler ist der Lawinenlagebericht, welcher täglich für verschiedene Gebiete herausgegeben wird. Dieser Bericht informiert über die aktuelle Gefahrensituation und sollte unbedingt beachtet werden, um die Sicherheit beim Skitourengehen zu gewährleisten.