Die KTM AG, bekannt für ihre Motorräder, steht vor einer umfassenden Umstrukturierung. Unter der neuen Leitung von Bajaj Mobility AG, die zuvor als Pierer Mobility AG firmierte, werden rund 500 Jobs abgebaut. Diese Maßnahme wird als notwendig erachtet, um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu erhöhen. Die Kürzungen, die hauptsächlich durch Kündigungen erfolgen, betreffen vor allem den Angestelltenbereich und das mittlere Management.

Insgesamt wird der Personalstand von etwa 3.800 Mitarbeitenden um 500 Stellen reduziert. Laut 5min.at entfallen rund zwei Drittel dieser Stellen auf Österreich, während der Rest in anderen Ländern angesiedelt ist. KTM-Chef Gottfried Neumeister beschreibt den Stellenabbau als „schwierige, aber notwendige Entscheidung“ zur Kostensenkung.

Neuausrichtung nach der Insolvenz

Der Stellenabbau erfolgt im Kontext einer umfangreichen Neuausrichtung, die nach der Insolvenz von KTM im Jahr 2024 eingeleitet wurde. Die indische Bajaj-Gruppe, die nun die Mehrheit an KTM hält und mehrere Hundert Millionen Euro zur Rettung beigetragen hat, plant mit dieser Maßnahme eine Reduzierung der Komplexität in verschiedenen Bereichen. Dies umfasst die Modellpalette, IT und die Organisation der Abteilungen.

Das Effizienzprogramm, das als zentral für die zukünftige Stabilität des Unternehmens betrachtet wird, zielt darauf ab, die Fixkosten zu senken und die Unternehmensstrukturen zu straffen. Neumeister betont, dass die Fokussierung auf das Produktportfolio, insbesondere auf die drei Kernmarken KTM, GASGAS und Husqvarna, von großer Bedeutung ist. Mit den gegenwärtigen 3.794 Mitarbeitern wird die Personalreduktion als Teil der Strategie angesehen, die langfristige Stabilität von KTM sicherzustellen.

Zukünftige Herausforderungen und Maßnahmen

Die Maßnahmen zur Kostensenkung gehen einher mit der Notwendigkeit, die Wettbewerbsfähigkeit auf dem internationalen Markt zu sichern. Im Zuge der Umstrukturierung wird eine Frühwarnmeldung beim AMS (Arbeitsmarktservice) eingebracht, was darauf hinweist, dass die bevorstehenden Veränderungen auch Auswirkungen auf die Beschäftigungssituation haben werden.

Die geplanten Konservierungsstrategien zielen darauf ab, sowohl die Produktionskapazitäten als auch die organisatorischen Strukturen zu optimieren. Angesichts der jüngsten Entwicklungen in der Branche ist der Personalabbau von 500 Stellen eine Maßnahme, die sich stark auf die langfristige Ausrichtung und Nachhaltigkeit von KTM konzentriert.