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Die gegenwärtige wirtschaftliche Situation in Österreich ist alarmierend: Eine umfassende Studie von Ward Howell International unterstützt die besorgniserregenden Stimmen aus der Wirtschaft. 83 Prozent der befragten Entscheidungsträger bewerten die Lage als schlecht, und fast 38 Prozent erwarten eine weitere Verschlechterung. Diese Verhältnisse sind nicht nur durch externe Faktoren wie steigende Energiekosten und einen akuten Fachkräftemangel bedingt, sondern auch durch interne Versäumnisse. Natalie Bairaktaridis, Managing Partnerin von Ward Howell, hebt hervor, dass die unzureichende Anpassung an neue wirtschaftliche Rahmenbedingungen in vergangenen Wachstumsjahren zu den aktuellen Problemen führt. Unternehmen stehen unter Druck, ihre Strukturen zukunftsfähig zu gestalten, da 87 Prozent der Führungskräfte von hohen Anforderungen berichten, die weiterhin ansteigen könnten.
Herausforderungen für Führungskräfte
Die Umfrage beleuchtet deutliche Herausforderungen für Führungskräfte: Personalkosten, Fachkräftemangel, hohe Energiekosten und Standortkosten werden als die größten Sorgen identifiziert. Zudem scheitert jede zweite Neubesetzung aufgrund finanzieller Rahmenbedingungen. Führungskräfte sind gefordert, soziale Kompetenzen und Empathie zu entwickeln, um den sich wandelnden Ansprüchen gerecht zu werden. Veraltete Prozesse und mangelnde Transparenz in Karrieremöglichkeiten verstärken das Problem, während viele potenzielle Arbeitgeber an Attraktivität verlieren. Mehr als die Hälfte der Befragten kennt die Schwierigkeiten, qualifizierte Führungskräfte zu gewinnen, und nur 36 Prozent erwarten in den kommenden Jahren eine Erholung, wie auch ward-howell.com berichtete.
Zusätzlich wird die Dringlichkeit betont, moderne und strategische Maßnahmen zu ergreifen, um den Herausforderungen des aktuellen Marktumfelds begegnen zu können. Die Transformation der Führungskultur wird als Schlüssel angesehen, um die intrinsischen Defizite zu beheben und eine stabile Basis für zukünftiges Wachstum zu schaffen. Anstatt auf traditionelle, zahlenbasierte Ansätze zu setzen, sind jetzt strategische und auf die gesamte Belegschaft abgestimmte Lösungen gefragt, damit Unternehmen in dieser Krisenzeit bestehen können, wie Analysten von ots.at anmerken.
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