Heute, am 6. Februar 2026, richten sich alle Augen auf den österreichischen Skirennfahrer Vincent Kriechmayr. Der zweifache Weltmeister und 19-fache Weltcup-Sieger hat bei seinen bisherigen Olympischen Spielen noch keine Medaille gewinnen können. Bei den letzten Olympischen Spielen in Pyeongchang belegte er die Plätze sechs (Super-G) und sieben (Abfahrt), während er in Peking 2022 Fünfter im Super-G und Achter in der Abfahrt wurde. Trotz dieser Platzierungen trägt er den hohen Druck, nun endlich bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo erfolgreich abzuschneiden.

Kriechmayr äußert, dass er sich auf die bevorstehenden Wettkämpfe freut, gleichzeitig aber auch den Druck, den er sich selbst auferlegt, spürt. „Ich muss schon abliefern“, betont er. Der Athlet genießt das Skifahren zurzeit mehr als in den letzten Jahren und könnte sich nach den Olympischen Spielen einem Karriereende nähern. Der Fokus liegt jedoch erst einmal auf der Medaille, die ihm zur Olympiabilanz fehlt.

Vorbereitung auf die Olympischen Wettkämpfe

Die aktuelle Weltcup-Saison verlief für Kriechmayr durchwachsen. Er konnte in Beaver Creek den Super-G gewinnen, belegte einen zweiten Platz in Copper Mountain und erzielte in der Abfahrt sein bestes Ergebnis mit Platz zwei in Wengen. Bei den letzten Rennen in Kitzbühel waren die Platzierungen nicht zufriedenstellend – dort wurde er Siebter im Super-G und 13. in der Abfahrt.

Um Selbstvertrauen zu tanken, trainierte er in der Vorwoche in Österreich und plant, auf der Stelvio in Bormio „von oben bis unten voll anzufetzen“. Kriechmayr hat in seiner Karriere bereits einmal die Abfahrt in Bormio gewonnen, und zwar 2022, und insgesamt fünf Mal auf dem Podest gestanden. Diese Strecke liegt ihm, und Komplimente kommen auch von der Ski-Legende Franz Klammer, der an einen Sieg des Österreichers glaubt, während der Druck vor allem auf den Schweizern und Italienern liegt. Kriechmayr wird als Außenseiter betrachtet, doch seine Leistungen bei der WM 2021, wo er zwei Goldmedaillen gewann, stimmen optimistisch.

Wettkampfprogramm und Rahmenbedingungen

Die Olympischen Winterspiele 2026 sind für den alpinen Skisport von großer Bedeutung, denn es werden insgesamt zehn Wettkämpfe ausgetragen. Ein Mixed-Teamwettbewerb wurde nach zwei Austragungen gestrichen, und anstelle der alpinen Kombination wird nun eine Team-Kombination für Männer und Frauen veranstaltet. Die Männerwettbewerbe finden im Stelvio Ski Centre in Bormio statt. Die Olympiastarter müssen sich um eines der 306 Quotenplätze bewerben, wobei die Teilnahme auf 22 Athleten pro Nation begrenzt ist.

Im Hinblick auf die Wettkämpfe stehen wichtige Termine an: Am 7. Februar 2026 wird das erste Rennen um 11:30 Uhr stattfinden, gefolgt von weiteren Wettkämpfen in den folgenden Tagen. Die Atmosphäre während der Olympischen Spiele, die von Kriechmayr bereits mit Spannung erwartet wird, könnte auch durch viel Schneefall beeinflusst werden, wobei ihm die Pistenbedingungen „komplett egal“ sind, da er in der Vergangenheit unter verschiedenen Bedingungen erfolgreich war.

Alle Augen sind auf Kriechmayr gerichtet, der nach Jahren des Kampfes um Medaillen nun endlich bei den Olympischen Spielen brillieren möchte. Die kommende Zeit könnte entscheidend für seine Karriere sein.