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KPÖ in Eisenstadt: Strategien für die Gemeinderatswahlen 2027!

Die Kommunistische Partei Österreichs (KPÖ) hat angekündigt, ihre politische Arbeit im Burgenland strategisch neu auszurichten. Tobias Schweiger, der Bundessprecher der KPÖ, erklärte, dass man keine kostspieligen Wahlkämpfe führen wolle, sondern bis zu den Gemeinderatswahlen 2027 eine lokal gut verankerte Gruppe in Eisenstadt aufbauen möchte. Ursprünglich hatte die KPÖ begonnen, Unterstützungserklärungen zu sammeln, um im Wahlkreis Eisenstadt auf dem Stimmzettel zu stehen, jedoch wurde dieser Plan überdacht, wie ORF Burgenland berichtet.

Widerstand gegen das NS-Regime

Die KPÖ hat eine bewegte Geschichte im Widerstand gegen das nationalsozialistische Regime. Nach dem Anschluss Österreichs an Nazi-Deutschland bildeten sich in der KPÖ kleinere Einzelzellen, die keinen Kontakt untereinander halten sollten, während die zentrale Leitung in Wien verblieb, wie ooeGeschichte.at hervorhebt. Diese Struktur bot jedoch der Gestapo eine leichtere Angriffsfläche. Trotz der Gefahren infiltrierten Mitglieder der KPÖ verschiedene NS-Organisationen, verbreiteten illegale Schriften und unterstützten bei Festnahmen verhaftete Genossen und deren Familien.

Eine der prominentesten Figuren war Sepp Teufl, ein kommunistischer Widerstandskämpfer, der im Konzentrationslager Mauthausen starb. Ebenso leistete eine Gruppe des Kommunistischen Jugendverbands (KJV) in Linz Widerstand, indem sie sich in HJ-Organisationen einschlich und Flugblätter verteilte, um die Soldaten von der Sinnlosigkeit des Krieges zu überzeugen. Die Aktivitäten der KJV-Gruppe endeten jedoch abrupt, als ihre Mitglieder zum Militär einberufen wurden. Im August 1944 wurden einige aus dieser Gruppe wegen Hochverrats verurteilt, erhielten jedoch aufgrund ihres jungen Alters milde Strafen.

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Darüber hinaus versuchte der zur Fahnenflucht verurteilte Ludwig Telfner, eine andere Widerstandsgruppe zu organisieren. Sein Ziel war es, nach dem möglichen Zusammenbruch des NS-Regimes die Kontrolle in Linz zu übernehmen. Allerdings wurde diese Gruppe im August 1944 denunziert und ihre Mitglieder zum Tode verurteilt; einige wurden kurz vor dem Ende des Krieges durch Hitlerjungen erschossen. Telfner überlebte und konnte schließlich entkommen, was die Entschlossenheit und den Mut des kommunistischen Widerstands in Österreich unterstreicht.

Ort des Geschehens


Details zur Meldung
Was ist passiert?
Hochverrat
In welchen Regionen?
Linz
Genauer Ort bekannt?
Linz, Österreich
Festnahmen
4
Beste Referenz
burgenland.orf.at
Weitere Quellen
ooegeschichte.at

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