Der Österreichische Staatspreis für Klimawandelanpassung, kurz „CliA“ (Climate Adaption), hat seine 14 Finalisten aus fast 80 eingereichten Projekten ausgewählt. Diese Projekte widmen sich drängenden Themen wie den Auswirkungen von Hitzeperioden und Starkregenereignissen. Ziel ist es, Anpassungsmaßnahmen vor Ort sichtbar zu machen und deren Wirksamkeit zu demonstrieren. Der Preis wird vom Umwelt- und Klimaministerium (BMLUK) in Kooperation mit dem Klima- und Energiefonds vergeben, ergänzt durch die fachliche Begleitung des Umweltbundesamtes. Das Online-Voting für die Öffentlichkeit läuft noch bis zum 5. März 2026 und ermöglicht es der Bevölkerung, sich an der Entscheidung zu beteiligen. Die endgültige Platzierung der Projekte ergibt sich aus einer Kombination von 50 Prozent Online-Voting und 50 Prozent Bewertung durch eine Fachjury. Weitere Informationen zu den nominierten Projekten sind auf der Website verfügbar.
In den letzten Jahren hat sich der Klimawandel durch zunehmend hohe Temperaturen und intensivere Unwetter in Österreich bemerkbar gemacht. Diese Veränderungen bringen nicht nur gesundheitliche Risiken mit sich, wie etwa längere Pollensaisonen und häufigere Hitzewellen, sondern stellen auch eine Bedrohung für die Umwelt und die Wirtschaft dar. Daher ist die Anpassung an diese Gegebenheiten von entscheidender Bedeutung. Die Projekte, die für den Staatspreis in Betracht gezogen werden, sind hier ein wesentlicher Bestandteil.
Kategorien und Preisvergabe
Der Staatspreis wird in vier Kategorien vergeben:
- Hochwasser / Starkregen
- Hitze / Trockenheit
- Anpassung in Unternehmen
- Forschung / Innovative Tools & Methoden
Die Dotierung für die Preisträger beträgt 5.000 Euro für den Hauptpreis, gefolgt von 3.000 Euro für den zweiten Platz und 1.000 Euro für den dritten Platz. Teilnahmeberechtigt sind nicht nur Gemeinden und kommunale Einrichtungen, sondern auch private und kommunale Unternehmen, NGOs, Verbände und Vereine in Österreich. Die Einreichungen müssen allerdings nach dem 31. Dezember 2019 umgesetzt oder implementiert worden sein und sollten bis spätestens 1. September 2025 abgeschlossen sein.
Strategische Maßnahmen zur Klimawandelanpassung
Um den Herausforderungen des Klimawandels begegnen zu können, hat Österreich bereits 2012 ein strategisches Konzept zur Klimawandelanpassung entwickelt. Dieses Konzept wird regelmäßig aktualisiert, um neue wissenschaftliche Erkenntnisse und politische Entwicklungen zu integrieren. Der letzte Überarbeitungsprozess, der über einen Zeitraum von zwei Jahren stattfand, resultierte im April 2024 in einer dritten Version dieser bedeutenden Strategie. Die überarbeitete Strategie umfasst über 120 konkrete Handlungsempfehlungen in verschiedenen Bereichen, darunter Bauen, Landwirtschaft und Mobilität.
Im Bereich Bauen werden beispielsweise Maßnahmen zum Schutz vor Hitze und der Einsatz energieeffizienter Kühlungstechnologien empfohlen. Bei der Mobilität liegt der Fokus auf der Sicherstellung des thermischen Komforts in öffentlichen Verkehrsmitteln. Die zugrunde liegende Botschaft dieser Strategie ist klar: Die Folgen des Klimawandels müssen in alle Planungs- und Entscheidungsprozesse einfließen, um die Lebensgrundlagen in Österreich nachhaltig zu sichern.