
Der plötzliche Kindstod (SIDS) bleibt ein erschreckendes Phänomen, das jedes Jahr viele Familien betrifft. Laut aktuellen Studien, die von Wissenschaftlern der Universität Charité in Berlin veröffentlicht wurden, könnte ein Zusammenhang zwischen SIDS und Keuchhusteninfektionen bei Säuglingen bestehen. Diese Erkenntnisse basieren auf einer Analyse der Krankenhauseinweisungen von Säuglingen wegen Keuchhusten von 1980 bis 2020, einem Zeitraum, während dem die Medikamente und Impfungen signifikant variieren konnten. Wie das Deutsche Ärzteblatt berichtet, ist es möglich, dass der Keuchusten-Erreger Bordetella pertussis in der Lage ist, zur Entstehung von SIDS beizutragen.
Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass in Regionen mit niedrigen Impfquoten, wie Westdeutschland während der 70er und 80er Jahre, eine höhere Rate an plötzlichem Kindstod zu verzeichnen war. In Westdeutschland stieg die durchschnittliche jährliche SIDS-Rate in der Zeit von 1,08 pro 1.000 Lebendgeburten im Jahr 1980 auf 1,68 im Jahr 1991, und dies, bevor die Einführung der Keuchhustenimpfung im Jahre 1991 und der gleichzeitigen Schlafempfehlungen die SIDS-Zahlen drastisch senkten. Im Gegensatz dazu blieb die SIDS-Rate in Ostdeutschland, wo die Impfungen konstant durchgeführt wurden, wesentlich niedriger, wie die Forscher feststellten.
Wichtige Präventionsmaßnahmen
Zusätzlich zu den Impfungen gibt es mehrere grundlegende Verhaltensweisen, die zur Reduktion des SIDS-Risikos beitragen können. Gemäß der Deutschen Gesellschaft für Kinder und Jugendmedizin sollten Säuglinge immer auf dem Rücken schlafen, zusätzlich dürfen keine Kissen oder Decken im Babybett vorhanden sein, um Überhitzung und das Risiko der Atembehinderung zu vermeiden. Es wird empfohlen, das Zimmer mit einer Temperatur von etwa 18°C zu halten und eine rauchfreie Umgebung zu schaffen. Aktuelle Daten verdeutlichen, dass in Deutschland im Jahr 2020 84 Säuglinge an SIDS starben, was die Dringlichkeit dieser präventiven Maßnahmen unterstreicht.
Im Hinblick auf die Impfmedienlandschaft gibt es in Österreich besorgniserregende Entwicklungen. Trotz eines umfassenden Impfprogramms gab es 2024 eine alarmierende Anzahl von über 13.000 Keuchhustenfällen aufgrund von Impflücken in der Bevölkerung. Die Wiener Vakzinologin Ursula Wiedermann-Schmidt warnt vor den möglichen Folgen einer unzureichenden Impfabdeckung, insbesondere in Bezug auf die Gesundheit von Neugeborenen und deren anfälligen Risikofaktoren.
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