
Am 4. April 2025 ist die humanitäre Lage in Myanmar nach einem verheerenden Erdbeben der Stärke 7,7 dramatisch. Eine Woche nach dem Erdbeben meldet die regierende Militärjunta mittlerweile 3.145 gefundene Leichen und über 220 Vermisste. Die Hilfsorganisation Welthungerhilfe warnt, dass das tatsächliche Ausmaß der Zerstörung unklar bleibt, und Experten befürchten, dass die Opferzahlen noch weiter steigen werden.
Zusätzlich zu den unzähligen Verlusten hat der Zusammenbruch der Wasserversorgung zu einem Anstieg von Durchfallerkrankungen geführt, was die Gefahr drohender Seuchen wie Cholera mit sich bringt. UNICEF hat daraufhin den ersten humanitären Flug organisiert, der 80 Tonnen Hilfsgüter, darunter Notfallgesundheitskits, medizinische Versorgung und Zelte, in die betroffenen Regionen Sagaing, Mandalay und Naypyidaw brachte.
Katastrophe mit weitreichenden Folgen
Die Zerstörung in Myanmar ist massiv, und viele Überlebende sind gezwungen, mit bloßen Händen nach Verschütteten zu graben. Der Mangel an Leichensäcken und die geringe Chance, Überlebende zu finden, verstärken die Verzweiflung der Menschen vor Ort. Vor dem Beben litten bereits 15,2 Millionen Menschen in Myanmar unter Hunger, was die aktuelle Katastrophe noch verschärft. Die Militärjunta, die seit einem Putsch im Jahr 2021 mit harter Hand regiert, führt Berichten zufolge weiterhin Luftangriffe durch, was die Verteilung von Hilfsgütern erschwert.
UNICEF berichtet von katastrophalen Bedingungen für Kinder und Familien in der Region. Die Verteilung der Hilfsgüter erfolgt unter strengen Schutz- und Überwachungssystemen, um sicherzustellen, dass Hilfe tatsächlich bei den Bedürftigen ankommt.
Internationale Hilfe und weitere Maßnahmen
Die Hoffnung auf eine Waffenruhe zwischen Widerstandsgruppen und der Militärregierung könnte den Zugang zu den Notleidenden erleichtern. In den kommenden Tagen werden weitere Hilfsflüge erwartet, die dringend benötigte Unterstützung liefern sollen. Neben den von UNICEF organisierten Hilfsaktionen kann die Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Katastrophenfall Emergency Medical Teams (EMT) entsenden, um medizinische Nothilfe zu leisten. Diese Teams, die aus medizinischem Personal, Logistikern und Experten für Wasser und Hygiene bestehen, können innerhalb von 72 Stunden vor Ort sein.
Das Ziel dieser Übergangshilfe ist es, aus akuten Krisen in langfristige Entwicklungsmaßnahmen überzugehen. Wichtige Projekte umfassen den Wiederaufbau von Infrastruktur, die Bekämpfung von Krankheiten sowie die Verbesserung der Wasser- und Sanitärversorgung. Diese Maßnahmen sind entscheidend, um die Widerstandsfähigkeit und Kapazität der lokalen Bevölkerung zu stärken und sie besser auf zukünftige Katastrophen vorzubereiten. Wie die Malteser International 강조, sind viele Länder durch extreme Wetterphänomene oder Konflikte ständig bedroht, weshalb Katastrophenvorsorge unabdingbar ist.
Die Situation in Myanmar bleibt angespannt, und es sind noch viele Herausforderungen zu meistern, um den betroffenen Menschen zu helfen. Internationale Organisationen und Hilfsdienste arbeiten unter Hochdruck daran, die notwendigen Ressourcen bereitzustellen und Unterstützung zu leisten.
Für weitere Informationen über die laufenden humanitären Krisen und die Initiativen zur Unterstützung der Betroffenen, besuchen Sie Malteser International und Vienna.
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