
In der beschaulichen Region Kärnten hat sich eine ganz besondere Tradition etabliert: Die Aufführung der Weihnachtsgeschichte in verschiedenen Formen und Orten. Eine spannende Rückschau auf diese Tradition bietet der Geschichtsverein Kärnten. Unter Joseph II. wurden die szenischen Darstellungen der Weihnachtsgeschichte untersagt, was dazu führte, dass die Aufführungen in den privaten Raum verlagert wurden. Wie ORF Kärnten berichtet, kamen die Menschen in Heiligenblut ab 1853 wieder zusammen, um die Geschichte in ihren Stuben mit Vorhängen und Musikanten aufzuführen. Mit einer Posaune wurden die Dorfbewohner zum Spiel eingeladen, und die Darbietungen beinhalteten sowohl Reimform als auch Weihnachtslieder.
Das Hirtenspiel ist ein beliebtes Element dieser Tradition und hat sich in vielen Orten Kärntens gehalten. Dabei treten wichtige Szenen der Weihnachtsgeschichte zutage, darunter die Erscheinung des Erzengels Gabriel und die Herbergssuche. In der Region Gmünd wurde das Stück jahrzehntelang von der Schuljugend aufgeführt, während in Berg im Drautal die Aufführung nur alle zehn Jahre stattfindet. So wird die Verbindung von traditionellem Spielgut und modernen Aspekten lebendig gehalten, wie Manuela Maier vom Geschichtsverein Kärnten festgestellt hat.
Weihnachtliche Erzähltraditionen
Weihnachten ist ein wahres Eldorado für Geschichtenerzähler. Die Zeit rund um das Fest wird von zahlreichen Erzählungen geprägt, die in all ihren Formen berühren und anregen. Laut Weihnachten.me gibt es unzählige Weihnachtsgeschichten für jedes Alter und Geschlecht: spielerisch, ernst, humorvoll oder nachdenklich. Diese Erzählungen sind nicht nur ideal für festliche Zusammenkünfte mit Familien und Freunden, sondern auch eine Möglichkeit, sich auf den eigentlichen Sinn von Weihnachten zu besinnen – Nächstenliebe und Gemeinschaft.
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