Am 8. Februar 2026 ereignete sich um 16:15 Uhr auf der A2, in Richtung Klagenfurt, ein schwerer Verkehrsunfall bei Krumpendorf. Der Unfall wurde durch Sekundenschlaf des Fahrers verursacht, einem Phänomen, das Autofahrer plötzlich und unerwartet ergreifen kann, während sie hinter dem Steuer sitzen. In diesem Fall war ein 36-jähriger slowenischer Staatsbürger am Steuer eines Pkw, der von Villach in Richtung Klagenfurt unterwegs war.

Bei dem Vorfall kam das Fahrzeug von der Fahrbahn ab. Es berührte zunächst einen Straßenleitpflock, einen Kanaldeckel und ein Verkehrszeichen, bevor es quer über die Fahrbahn schleuderte und schließlich gegen eine Betonleitwand prallte. Der Schaden am Fahrzeug ist erheblich und wird als Totalschaden eingestuft. Glücklicherweise blieben der Fahrer, seine 34-jährige Ehefrau und ihr einjähriges Kind unverletzt.

Verkehrsbehinderungen und Einsatzkräfte

Der Unfall führte zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen: Die A2 wurde zwischen 16:35 und 17:45 Uhr vollständig gesperrt, und der Verkehr wurde über die Ausfahrt Krumpendorf umgeleitet. Um den Vorfall zu bewältigen und die Strecke wieder freizugeben, waren mehrere Einsatzkräfte vor Ort. Neben der Feuerwehr Krumpendorf kamen auch die Feuerwehren Pörtschach, Pritschitz und Techelsberg zum Einsatz. Insgesamt waren rund 60 Einsatzkräfte sowie neun Fahrzeuge der Feuerwehr und der Streckendienst der ASFINAG an der Unfallstelle im Einsatz.

Der Begriff Sekundenschlaf beschreibt das plötzliche und unwillkürliche Einschlafen während des Fahrens. Laut ADAC zählt dies zu den ernsten Gefahren im Straßenverkehr. Es wird geschätzt, dass übermüdete Fahrer häufig von der Straße abkommen oder auf die Gegenfahrbahn geraten. In Deutschland gab es 2023 mehr als 1900 Verkehrsunfälle mit Personenschäden aufgrund von Übermüdung.

Das Bewusstsein für Sekundenschlaf sollte erhöht werden, da viele Fahrer oft nicht realisieren, wann sie von Müdigkeit betroffen sind. Zu den typischen Anzeichen gehören brennende Augen, schwere Lider und häufiges Gähnen. Autofahrer wird geraten, regelmäßige Pausen einzulegen, um Müdigkeit zu vermeiden.

Vorsorgemaßnahmen und technische Entwicklungen

Die Automobilindustrie reagiert auf diese Risiken. Seit 2022 sind Müdigkeitswarnsysteme in der EU für neue Fahrzeug-Modelle Pflicht. Diese Systeme sollen dazu beitragen, die Fahrer rechtzeitig auf ihre Müdigkeit aufmerksam zu machen. Zusätzlich ist die Einführung von Rüttelstreifen auf Autobahnen vorgesehen, um Fahrer aufzuwecken. Dies würden jedoch hohe Kosten verursachen.

Ein aufmerksamer Umgang mit der eigenen Müdigkeit und das Einhalten von Fahrpausen sind essenziell, um derartige Unfälle wie den auf der A2 zu vermeiden. Die verantwortlichen Stellen fordern daher eine verstärkte Sensibilisierung für die Gefahren des Sekundenschlafs, um die Straßen sicherer zu machen.

Für mehr Informationen zu diesem Thema und um sich über die Risiken und Präventionsmaßnahmen zu informieren, besuchen Sie bitte klick-kaernten und mein-klagenfurt.