Ein schwerer Unfall ereignete sich am 5. Februar 2025 in der Gemeinde Greifenburg im Bezirk Spittal an der Drau. Ein 45-jähriger Mann war mit Schneeräumarbeiten beschäftigt, als er mit seiner laufenden Schneefräse in einen folgenschweren Vorfall verwickelt wurde. Der genaue Ablauf des Unfalls ist bislang unbekannt, jedoch zog er sich schwere Verletzungen zu, die eine sofortige Erstversorgung und den Transport mit dem Rettungshubschrauber C7 ins UKH Klagenfurt erforderlich machten. Die Ermittlungen zu dem Vorfall sind weiterhin im Gange, um die Ursachen und Umstände zu klären. Klick Kärnten berichtet über die bisherigen Entwicklungen.
Unfälle bei Schneeräumarbeiten sind nicht selten; sie stehen im Zusammenhang mit den winterlichen Arbeitsbedingungen, die immer wieder zu gefährlichen Situationen führen können. Laut Daten aus verschiedenen Quellen ist die Sicherheit auf den Arbeitswegen in der kalten Jahreszeit ein bedeutendes Thema. Besonders vereiste Flächen stellen ein hohes Risiko dar, weshalb experten raten, ausschliesslich die geräumten und gestreuten Wege zu nutzen. Olaf Mewes vom Institut für Arbeitsschutz der DGUV betont zudem die Wichtigkeit von rutschhemmendem und profiliertem Schuhwerk, um Stürze zu vermeiden und sicher zur Arbeit zu gelangen. DGUV brachte dies in einem aktuellen Bericht zur Sprache.
Tipps zur Vermeidung von Unfällen
Um Verletzungen bei Winterbedingungen vorzubeugen, sollten Fußgänger vermehrt darauf achten, langsame Schritte zu machen und beim Auftreten den gesamten Fuß zu verwenden. Helle Kleidung und retroreflektierendes Material erhöhen die Sichtbarkeit, was besonders in der Dämmerung und Dunkelheit entscheidend sein kann. Dies wird unterstützt durch die Tatsache, dass retroreflektierende Materialien aus einer Entfernung von bis zu 140 Metern sichtbar sind, während dunkle Kleidung nur ab 25 Metern sichtbar ist. Diese Maßnahmen könnten helfen, Unfälle wie den in Greifenburg zu vermeiden, der schon in der Vergangenheit in ähnlicher Form stattfand. Auch die Verantwortung des Arbeitgebers spielt eine wesentliche Rolle, um die Sicherheit der Beschäftigten zu gewährleisten.
Statistisch gesehen gab es im Jahr 2024 über 11.800 meldepflichtige Wegeunfälle von Fußgängern aufgrund von rutschigem Boden, was alarmierend ist. Diese Zahlen werden im jährlichen Bericht der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) erfasst, der einen umfassenden Überblick über den Stand und die Entwicklungen im Arbeits- und Gesundheitsschutz bietet. BAuA berichtet über die verschiedenen Themenfelder, die in der Analyse behandelt werden, darunter Arbeitsunfälle, Berufskrankheiten, Arbeitsbedingungen und die Aktivitäten der Arbeitsschutzaufsicht.
Die rechtlichen Rahmenbedingungen spielen ebenfalls eine bedeutende Rolle: Beschäftigte, die bei Unfällen stürzen, sind durch die gesetzliche Unfallversicherung geschützt, die die Kosten für Heilbehandlungen und Rehabilitation übernimmt. Nach einem solchen Vorfall sind die Betroffenen aufgefordert, einen Durchgangsarzt aufzusuchen und ihren Arbeitgeber zu informieren, um mögliche Ansprüche geltend zu machen.