Am Mittwochabend wurde über den Notruf gemeldet, dass eine Person im Bereich der Ponauer Straße, oberhalb der Wirtschaftsbrücke, in die Lieser gestürzt sein soll. Um 20:45 Uhr aktivierte die Leitstelle das Einsatzstichwort „Person im Wasser“ und ein umfangreiches Team von Einsatzkräften begab sich zur Suche in den gemeldeten Bereich. Diese Notfallsituation erinnert an verschiedene Herausforderungen, die beim Ertrinken auftreten können, insbesondere an der Unsicherheit, die oft die Rettungskräfte überkommt, wie in einem Artikel von Thieme beschrieben wird.
Die Einsatzkräfte umfassten ein Drohnenteam der Österreichischen Wasserrettung mit Wärmebildkamera, die Drehleiter der Feuerwehr und Fließ- sowie Wildwasserretter, die das Gewässer direkt absuchten. Die Situation war besonders herausfordernd, da nach zwei Stunden in eisiger Kälte keine Person gefunden werden konnte. Rund 40 Einsatzkräfte der Wasserrettung aus Mittel- und Oberkärnten, darunter 20 speziell ausgebildete Fließ- und Wildwasserretter, waren in den Suchoperationen aktiv involviert. Diese erhöhte Einsatzbereitschaft ist besonders wichtig in Anbetracht der Zunahme der Ertrinkungsfälle in Deutschland, die auch in den DLRG-Statistiken vermerkt sind.
Weitreichende Maßnahmen zur Rettung
Die Feuerwehr Spittal an der Drau war mit fünf Fahrzeugen und 26 Kräften im Einsatz. Unterstützt wurden sie durch weiteren Einsatzkräfte aus den Bereichen Spittal/Millstatt, Döbriach, Ferndorf, Villach, Sattendorf und Faaker See sowie durch ein zusätzliches Drohnenteam. Das Rote Kreuz war ebenfalls mit einem Notarzt-Einsatzfahrzeug und einem Rettungs-Transportwagen vor Ort, während eine Polizeistreife die Sicherstellung der Einsatzunterstützung gewährleistete.
Die DLRG weist darauf hin, dass viele Unfälle im Wasser durch verschiedene Faktoren verursacht werden können, darunter auch internistische Notfälle oder Alkohol- und Drogenkonsum. Die häufigsten Ursachen für Ertrinkungsunfälle beinhalten Erschöpfung, Selbstüberschätzung und das Fehlen von Schwimmkenntnissen. Besonders alarmierend sind die Statistiken, laut denen im Jahr 2023 bereits 411 tödliche Unglücke in deutschen Gewässern verzeichnet wurden, was einen Anstieg um 31 Todesfälle im Vergleich zum Vorjahr darstellt.
Kurze Nachbesprechung und bevorstehende Präventionsmaßnahmen
Die Suchaktion musste schließlich ergebnislos abgebrochen werden, was die Einsatzkräfte sichtlich belastete. Die Wichtigkeit von präventiven Maßnahmen und Sensibilisierung für Wassersicherheit kann nicht genug betont werden. Wie die DLRG-Präsidentin Ute Vogt mitteilt, wird es auch in Zukunft essenziell sein, insbesondere Eltern auf die Gefahren aufmerksam zu machen, die mit dem Wasser verbunden sind, um die Anzahl der tragischen Unfälle zu reduzieren.