Am 31. Dezember 2025, um etwa 13:45 Uhr, ereignete sich im Skigebiet Nassfeld auf der Millenniumabfahrt (Piste Nr. 45) ein schwerer Skiunfall. Eine 38-jährige Schilehrerin aus dem Bezirk Hermagor war talwärts unterwegs, als sie plötzlich von einer anderen Skifahrerin von hinten angeprallt wurde. Der heftige Zusammenstoß führte zu einem Sturz der Schilehrerin, die möglicherweise schwere, aber unbestimmte Verletzungen davontrug. Die zweite Skifahrerin stürzte ebenfalls, blieb jedoch unverletzt.
Besondere Aufmerksamkeit erregte die Angabe einer falschen Telefonnummer durch die zweitbeteiligte Skifahrerin, was ihre Identität und die Möglichkeit einer weiteren Aufklärung des Vorfalls erschwert. Die Polizeiinspektion Hermagor hat deshalb um Hinweise sowie Zeugenaufrufe gebeten, um mehr Informationen über die zweite Beteiligte und die Umstände des Unfalls zu sammeln. Interessierte können die Polizei unter der Telefonnummer 059 133-22 10 kontaktieren, um Beobachtungen mitzuteilen. Klick Kärnten berichtet.
Die Risiken im Skisport
Die erhöhten Verletzungsraten im alpinen Skisport sind ein paralleled Thema in der aktuellen Unfallanalyse der Stiftung Sicherheit im Skisport (SIS). Diese zeigt, dass nach ruhigen Jahren während der Pandemie ein Anstieg von Verletzungen zu verzeichnen ist. Schätzungen zufolge benötigten in der Saison 2023/2024 rund 46.000 bis 48.000 Skifahrer*innen medizinische Behandlung. Unter diesen hatten etwa jede*r 600. Skifahrer*in so schwere Verletzungen, dass eine stationäre Behandlung nötig war. Die häufigsten Verletzungen betreffen das Kniegelenk, gefolgt von Schulter- und Kopfverletzungen. Kollisionen, wie sie auch bei dem jüngsten Unfall stattfanden, machen etwa ein Fünftel aller Skiunfälle aus.
Ein weiteres Problem ist, dass die meisten Verletzungen bei Frauen häufiger als bei Männern auftreten, insbesondere die Knieverletzungen. Im Kontext des Unfallgeschehens unterstreicht dies die Notwendigkeit zur Verbesserung der Sicherheit auf den Pisten. Die FIS-Verhaltensregeln, die Rücksichtnahme und angemessene Geschwindigkeitswahl fördern, gelten als wesentliche Leitlinien für sicheres Verhalten im Wintersport. Die SIS bietet umfassende Informationen zur Unfallverhütung und zu Sicherheitshinweisen an, die für alle Wintersportler*innen relevant sind.
Insgesamt bleibt die Situation auf den Pisten angespannt, und es ist wichtig, präventive Maßnahmen zu ergreifen, um die Risiken für alle Wintersportler*innen zu minimieren. Das Bewusstsein für die Gefahren, die die hohe Geschwindigkeit und das beherrschte Fahren mit sich bringen, ist durch tragische Unfälle wie diesen deutlich gestiegen.