ÖVP fordert Reform der Wohnbauförderung: Kärnten kämpft um Neubau!

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Herbert Gaggl von der ÖVP fordert eine Reform der Wohnbauförderung in Kärnten, um leistbaren Wohnraum zu schaffen.

Herbert Gaggl von der ÖVP fordert eine Reform der Wohnbauförderung in Kärnten, um leistbaren Wohnraum zu schaffen.
Herbert Gaggl von der ÖVP fordert eine Reform der Wohnbauförderung in Kärnten, um leistbaren Wohnraum zu schaffen.

ÖVP fordert Reform der Wohnbauförderung: Kärnten kämpft um Neubau!

In Kärnten ist die Nachfrage nach Wohnraum aktuell ein drängendes Thema. Herbert Gaggl, Landtagsabgeordneter der ÖVP, hat die bestehende Wohnbauförderung scharf kritisiert. Er verweist darauf, dass Kärnten im Bundesländervergleich beim Wohnungsneubau nur am vorletzten Platz liegt. Diese Situation betrachtet Gaggl als ein klares Zeichen dafür, dass die aktuelle Wohnbauförderung nicht mehr den Lebensrealitäten vieler Menschen gerecht wird. „Luft nach oben“ sieht er insbesondere im Bereich des Neubaus, wo Sanierungen zwar zugenommen haben, der Wohnungsneubau jedoch stagniert.

Die ÖVP fordert eine umfassende Modernisierung der Wohnbauförderung in Kärnten. Gaggl verlangt eine Anhebung der Einkommens- und Preisobergrenzen, um mehr Bauherren den Zugang zu Förderungen zu ermöglichen. Er ist überzeugt, dass eine grundlegende Neuaufstellung des Modells in Kärnten notwendig ist, um den Zugang zu leistbarem Wohnen und entsprechenden Fördermitteln zu erleichtern.

Aktuelle Herausforderungen im Wohnungsbau

Die landesweiten Bemühungen um eine Verbesserung der Wohnsituation stehen jedoch in einem kritischen Kontext. Laut dem Fachverband der Immobilien- und Vermögenstreuhänder wird die Zahl der fertiggestellten Neubauwohnungen bis 2026 voraussichtlich um 40 Prozent im Vergleich zu 2022 sinken. Von 46.000 Neubaueinheiten im Jahr 2022 könnte sich die Zahl auf nur noch 25.000 reduzieren. Zwei Drittel der Gesamtbauleistung entfallen auf die gewerbliche Immobilienwirtschaft, während ein Drittel den gemeinnützigen Bauvereinigungen zusteht.

Die Analyse zeigt, dass trotz der rückläufigen Bautätigkeit die Qualität der Neubauten steigt. Die durchschnittliche Wohnfläche erhöht sich auf rund 70 Quadratmeter, und 96 Prozent der neu errichteten Wohnungen verfügen über eine Freifläche von etwa 11 Quadratmetern. Dennoch bleibt die Schaffung von leistbarem Wohnraum eine große Herausforderung. Experten fordern daher einen politischen Umsetzungswillen, um die Bautätigkeit anzukurbeln.

Fördermöglichkeiten und Beratungsangebote

Offizielle Webauftritt der Kärntner Landesregierung informiert über die Möglichkeit, Anträge beim Land ohne vorherige Inanspruchnahme von Bundesförderungen zu stellen. Darüber hinaus können Maßnahmen zur Schaffung eines barrierefreien Zugangs und entsprechender Sanitärräume gefördert werden.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die Forderungen der ÖVP nach einer Reform der Wohnbauförderung in Kärnten auf eine tiefgehende Problematik im Wohnungsbau hinweisen. Die Anhebung der Einkommens- und Preisobergrenzen könnte der Schlüssel sein, um mehr Menschen den Zugang zu leistbarem Wohnraum zu ermöglichen und einen positiven Wandel im Kärntner Wohnungsmarkt herbeizuführen.