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Neue Sicherheitsinitiative stärkt Inklusion für Menschen mit Behinderung!

Am 27. März wurde die Initiative “GEMEINSAM.SICHER mit Menschen mit Behinderung” in Kärnten offiziell ins Leben gerufen. Diese Partnerschaft zielt darauf ab, Vertrauen zu fördern und nachhaltige Sicherheitskonzepte zu schaffen. Mit dieser Zusammenarbeit zwischen der Polizei und sozialen Einrichtungen wird ein wichtiger Schritt Richtung Inklusion gemacht, wie Klick Kärnten berichtet. Die Geschäftsführerin von CAMPHILL Liebenfels, Kerstin Hoi, betonte die bedeutende Rolle, die diese Zusammenarbeit für die Sicherheit von Menschen mit Behinderungen spielt.

CAMPHILL Liebenfels bietet umfassende Unterstützung mit 52 Wohnhaus- und 55 Werkstattplätzen für Menschen mit Behinderungen an. In den vergangenen Monaten wurden zahlreiche barrierefreie Maßnahmen umgesetzt, und neue Sanitäranlagen wurden errichtet. Das Vorzeigeprojekt “Hannas Handwerk” fördert zudem die Inklusion und Gemeinschaft unter den Bewohnern.

Ziele der Initiative

Die Initiative „GEMEINSAM.SICHER“ und das damit verbundene Pilotprojekt „WIR.BEHINDERN.NICHT – GEMEINSAM.INKLUSION“ haben das verbindliche Ziel, Menschen mit Behinderungen aktiv in die Sicherheitsarbeit einzubeziehen und Vorurteile abzubauen. Oberst Wolfgang Gabrutsch, GESI-Landeskoordinator der Landespolizeidirektion Kärnten, erklärte die grundlegenden Ziele dieser Partnerschaft. Im Rahmen der Unterzeichnung konnten interessierte Assistenznehmer direkt Fragen stellen.

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Eines der Kernthemen der Initiative ist die Schaffung eines Bewusstseins für die Belange von Menschen mit Behinderungen und deren Integration in die Gesellschaft. “Wir möchten eine inklusive Gesellschaft schaffen, in der alle Menschen gleichwertig gehört und geschützt werden”, so Gabrutsch.

Internationale Perspektive

Diese lokale Initiative findet einen weiteren Widerhall auf internationaler Ebene. Anlässlich des 3. Weltgipfels für Menschen mit Behinderung in Berlin, an dem über 3.000 Vertreter aus Regierungen und zivilgesellschaftlichen Organisationen teilnehmen, wird die Dringlichkeit der Barrierefreiheit und Inklusion hervorgehoben. Entwicklungsministerin Svenja Schulze stellte fest, dass Inklusion ein fundamentales Menschenrecht sei, und forderte weltweit mehr Engagement in diesem Bereich. Tagesschau berichtet von den weitreichenden Herausforderungen, mit denen Menschen mit Behinderungen konfrontiert sind. So haben diese im Durchschnitt eine um 14 Jahre geringere Lebenserwartung als Menschen ohne Behinderung.

Ein alarmierendes Ergebnis aus Studien zeigt, dass der wirtschaftliche Schaden durch fehlende Inklusion in einigen Ländern bis zu 7% des Bruttoinlandsprodukts ausmachen kann. Der Zugang zu Therapien und Hilfsmitteln variiert stark zwischen den Ländern: Während in den reichsten Ländern 88% der Menschen mit Behinderungen benötigte Hilfsmittel erhalten, sind es in den ärmsten nur 11%.

Beide Initiativen, sowohl lokal als auch international, unterstreichen die Notwendigkeit eines kontinuierlichen Engagements für eine inklusive Gesellschaft. Durch gezielte Maßnahmen sollen Barrieren abbgebaut und allen Menschen, unabhängig von ihren Fähigkeiten, die volle Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht werden.

Ort des Geschehens


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Liebenfels, Österreich
Beste Referenz
klick-kaernten.at

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